Am 23. September in der Kreuzkirche Superintendent Brauer führt in Lingen Prädikantinnen ein

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Nach dem erfolgreich abgelegten Kolloquium in Emden (von links): Pastor Marten Lensch, Christine Seidemann, Kerstin Buck-Emden, Kerstin Schomakers und Landessuperintendent Detlef Klahr. Foto: Gisela UbbenNach dem erfolgreich abgelegten Kolloquium in Emden (von links): Pastor Marten Lensch, Christine Seidemann, Kerstin Buck-Emden, Kerstin Schomakers und Landessuperintendent Detlef Klahr. Foto: Gisela Ubben

Lingen. In ihren Dienst als Prädikantinnen werden am Sonntag, 23. September, Kerstin Buck-Emden und Kerstin Schomakers durch Superintendent Bernd Brauer eingeführt. Der feierliche Gottesdienst mit der Lingener Kantorei und dem Bläserkreis der lutherischen Gemeinden beginnt um 10 Uhr in der Kreuzkirche, anschließend ist dort ein Empfang.

Was ist eigentlich eine Prädikantin? Das werden Kerstin Schomakers und Kerstin Buck-Emden immer wieder gefragt. An Lektorinnen und Lektoren, die nach einer besonderen Ausbildung in der Kirche eigenverantwortlich Gottesdienste leiten, hat man sich ja inzwischen gewöhnt. Nun werden beide  durch Superintendent Dr. Brauer in ihren Dienst als Prädikantinnen eingeführt. Sind sie dann so etwas wie Pastorinnen?  Nein! 

Ehrenamtlicher Dienst

Ihr Dienst ist einer Mitteilung der ev.luth. Kreuzkirchengemeinde zufolge auch weiterhin ein ehrenamtlicher Dienst und bezieht sich nur auf die Gestaltung und Leitung von Gottesdiensten. Dazu gehört nun auch die Feier des Heiligen Abendmahles. In ihrer Ausbildung haben sie gelernt, eine eigene Predigt zu schreiben. Dazu haben sie die Bibel genauer kennen gelernt. Und sie haben gelernt, für den Glauben eigene Worte zu finden, eine öffentliche Rede zu halten, aber auch Kinofilme, Popsongs und Bücher wahrzunehmen und zu schauen, wie dort vom Menschen und von Gott geredet wird. 

Der Gottesdienst ist Sache aller Gemeindeglieder. Auch das „Amt der Verkündigung“ ist der Gemeinde anvertraut. Martin Luther nennt das der Mitteilung zufolge das „Priestertum aller Gläubigen“. Vor Gott sind eben alle gleich – auch darin, seine Botschaft weiterzusagen. So wird es der ev.luth. Kreuzkirchengemeinde zufolge möglich, dass die vielfältigen Begabungen unterschiedlicher Predigerinnen und Prediger die Gestaltung der Gottesdienste bereichern. Und diese Fähigkeit ist nicht an ein theologisches Studium oder sonst eine Ausbildung geknüpft. Allerdings: Die Kirchen legen großen Wert darauf, dass eine bestimmte Qualität gewahrt wird und natürlich die Treue zur biblischen Überlieferung und zum Bekenntnis der Kirche. Aus diesen Gründen gibt es eine recht umfangreiche Aus- und Fortbildung.



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