Auch in Meppen und Papenburg Berufsinformationsbörse in Lingen präsentiert 130 Berufe

Von Johannes Franke

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Ob digital-elektronischer Sicherheitstresor Marke Eigenbau oder LED-Leuchtwürfel: Beide Konstruktionen wurden lobend bestaunt. Foto: Johannes FrankeOb digital-elektronischer Sicherheitstresor Marke Eigenbau oder LED-Leuchtwürfel: Beide Konstruktionen wurden lobend bestaunt. Foto: Johannes Franke

Lingen. In der BBS Lingen hat am Donnerstag die Auftaktveranstaltung der Berufsinformationsbörsen stattgefunden. Jugendliche konnten sich über ihren "Traumberuf" informieren und sich einen umfassenden Überblick über das regionale Ausbildungsangebotverschaffen.

Die Veranstaltung findet unter dem Motto "Deine Fähigkeiten - Deine Zukunft" in Meppen, Papenburg und Lingen statt. Die Initiative des Landkreises Emsland in Zusammenarbeit mit Ausbildungsbetrieben, Kreishandwerkerschaften, Innungen, Kammern, Verbänden, Schulen und der Agentur für Arbeit verdeutliche auch diesmal, wie wichtig die BIB als Wegweiser in der vielfältigen Welt der Berufsausbildung ist, erklärte der Erste Kreisrat Martin Gerenkamp den Jugendlichen der BBS. Zwar gebe es nur noch wenige Dutzend unversorgte Jugendliche in der boomenden Region, doch der Stellenwert der BIB könne für Schüler aller Schulformen nicht hoch genug geschätzt werden.

Schüler für den Arbeitsmarkt fit machen

Über 130 Ausbildungsberufe gebe es im Emsland, über die man sich hier anhand von Handwerksbetrieben, der Industrie und Dienstleistern ein umfassendes Bild machen könne. Ihnen und den begleitenden Schulen dankte Gerenkamp und hieß über 30 Schüler aus den Niederlanden willkommen. Oberstudiendirektor Hans-Jürgen Grosse, Schulleiter der BBS-Wirtschaft, möchte mit der „fundierten Ausbildung unsere Schüler für den Arbeitsmarkt fit machen und sie qualifizieren.“ Das sei nicht nur für ein erfülltes Berufsleben der Schüler, sondern auch für die wirtschaftliche Entwicklung in unserem Landkreis wichtig.

Vielfältige Berufe im kaufmännischen und gewerblichen Bereich

Annelie und Farid sind bereits im dritten Tischler-Lehrjahr in Spelle und Wietmarschen tätig. „Das steckt familiär so drin, und so war das Interesse bei mir von Anfang an gegeben“, berichtete die Auszubildende. Beiden macht es viel Spaß, mit Holz zu arbeiten. Ihre Tipps: Ein Praktikum absolvieren, mit verschiedenen Materialien arbeiten, kreativ sein und individuell sein Ding machen.

Am Stand der Maschinenfabrik Bernard Krone aus Spelle unterhielten sich drei Auszubildende mit interessierten Schülern. „Wir wollen jungen Leuten unsere vielfältigen Berufe im kaufmännischen und gewerblichen Bereich und die Studienmöglichkeiten vermitteln“, sagte Stefanie Brink. Am 15. September laufen die Bewerbungsfristen ab. „Da müssen wir noch einige wachrütteln“, betonte sie.

Broschüre mit Tipps und Trends

Das Foyer und die angrenzenden Flure waren sehr gut gefüllt. Neuntklässler der Emsbürener Hauptschule füllten Bewerbungsbögen aus. Sie interessierten sich für eine Chemieausbildung, möchten zur Polizei, Bundeswehr oder eine Tischlehrerlehre beginnen. „Die Ausstellung ist sehr interessant“, fanden Florian, Kukas, Danielo und Marlon.

Ausbildungsbotschafter von der IHK-Osnabrück waren in ihren blauen Westen nicht zu übersehen. „Karrieremitlehre!“ heißt die über 100-seitige Broschüre mit Tipps und Trends, Berufsbildern und Ausbildungsbetrieben. Selber im zweiten und dritten IHK-Lehrjahr, sprachen Angelika Fischer und Magnus Fels mit Schülern über zum Teil sehr spezielle Jobs im Emsland und der Grafschaft.

Sicherheitstresor gebaut

In der Freizeit chillen oder eine tolle Idee umsetzen? Magdi Alean hat sich für Letzteres entschieden. Er hat zu Hause seinen digital-elektronischen Sicherheitstresor entworfen und hergestellt. „Nur mit einer Karte, einem Chip, der Fernbedienung oder mit dem Handy kann der Tresor geöffnet werden“, sagte er. 

Nicht nur Martin Gerenkamp war begeistert und alle zuckten zusammen, als die unüberhörbare Sirene Alarm schlug. Mit dem Stromnetz verbunden, schrillt sie los, wenn der Kontakt unterbrochen wird. „Stehlen zwecklos“, lachte der junge Erfinder.

Neben ihm blinkte verschiedenfarbig ein LED-Würfel, aus Bausatzteilen von Alexander und Christoph zusammengebaut. „Die haben sich sehr viel Mühe gegeben. Tolle Blinkmuster, DJs fahren darauf ab“, freute sich auch ihre Lehrerin Meike Genrich.

„Beruf, Zukunft, Perspektive!“ All das fanden die jungen Menschen auf der BIB. Die Zehntklässlerinnen Hanna und Mascha von der Emsbürener Liudger-Realschule haben sie nach einem Beratungsgespräch mit Jörg Majunke vom Salzbergener Unternehmen SSB Wind Systems vielleicht gefunden.


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