Weiteres Mehrfamilienhaus geplant Anlieger in der Lingener Rosenstraße über Bauprojekt verärgert

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Die Rosenstraße in Lingen: Das Haus auf der linken Seite soll abgerissen und durch ein Mehrfamilienhaus mit sechs Wohnungen ersetzt werden. Weitere Mehrfamilienhäuser stehen bereits im weiteren Verlauf der Rosenstraße auf der linken Seite. Foto: Thomas PertzDie Rosenstraße in Lingen: Das Haus auf der linken Seite soll abgerissen und durch ein Mehrfamilienhaus mit sechs Wohnungen ersetzt werden. Weitere Mehrfamilienhäuser stehen bereits im weiteren Verlauf der Rosenstraße auf der linken Seite. Foto: Thomas Pertz

Lingen. Für Unmut in der Nachbarschaft sorgt die geplante Errichtung eines Mehfamilienhauses mit sechs Wohnungen in der Rosenstraße in Lingen.

Das Vorhaben wurde in der Sitzung des Bau- und Planungsausschusses im Rathaus vorgestellt. Mehrere Anwohner nahmen an der Sitzung teil. 

In der Rosenstraße soll ein Einfamilienhaus abgerissen werden und an dieser Stelle ein Mehrfamilienhaus mit sechs Wohneinheiten entstehen. In einer davon wird der Besitzer des Einfamilienhauses einziehen. Der dort geltende Bebauungsplan ermöglicht eine zweigeschossige Bauweise. Er war in den 70ger Jahren auf Antrag eines Anliegers in der Straße, der sein Wohnhaus aufstocken wollte, entsprechend geändert worden. Stadtbaurat Lothar Schreinemacher erwiderte in der Sitzung auf entsprechend kritische Äußerungen von Anwohnern, dass genau dieser Umstand nun auf den großen Grundstücken in der Straße ausgenutzt werde.

Anlieger: Immer mehr Verkehr

Anlieger Dieter Müller hatte darauf verwiesen, dass entlang der schmalen Wohnstraße in den letzten Jahren bereits Mehrfamilienhäuser entstanden seien. Die Straße sei ohnehin verkehrsmäßig überlastet, da sie auch aus umliegenden Wohngebieten als Durchgangsstraße Richtung Schwedenschanze genutzt werde. Außerdem werde sie regelrecht zugeparkt. "Je mehr Bebauung dort zugelassen wird, umso mehr Verkehr wird es geben", kritisierte er. In der Nachbarschaft seien Anwohner bereits von Investoren angesprochen worden, ob sie ihre Häuser nicht verkaufen wollten. Er habe vor dieser Entwicklung bereits 2009 im Rathaus gewarnt und um entsprechende Maßnahmen gebeten. "Eine Antwort habe ich nie bekommen", kritisierte Müller. Rat und Verwaltung der Stadt seien nicht nur dazu da, Investoren zu schützen, sondern auch die Anwohner, sagte seine Nachbarin Ursula Hohaus.

Stadtbaurat Schreinemacher vertrat die Auffassung, dass das geplante Bauvorhaben dort "noch vertretbar" sei. "Dieses Objekt gibt die Straße noch her", sagte der Baudezernent. Es werde zusätzlicher Verkehr entstehen. "Wir haben aber nicht festgestellt, dass er unzulässig stark ist".

In der Diskussion im Ausschuss wurde parteiübergreifend Verständnis für die Verärgerung der Anlieger geäußert. Insbesondere die Verkehrs- und Parksituation sei ein sich ständig wiederholendes Problem, das solche baulichen Entwicklungen nach sich ziehen. "Wir müssen uns die Belastung dieser Straße genau angucken und den Investoren klarmachen: Das Ende der Fahnenstange ist erreicht", fasste Jürgen Herbrüggen (CDU) zusammen.

Stadtbaurat Schreinemacher bot den Anliegern ein gemeinsames Gespräch mit dem Investor an, "um auszuloten, wo es eine gemeinsame Linie gibt". Erst danach werde über die Bauvoranfrage entschieden.


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