Legendärer Tonkünstler und Komponist Lingener Centralkino zeigt Dokumentarfilm "Ryuichi Sakamoto: Coda"

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Im Centralkino Lingen wird in Kooperation mit der Kunstschule Lingen am Dienstag, 18. September, um 20 Uhr  der Film "Ryuichi Sakamoto: Coda" gezeigt. Foto: felix-showlaborIm Centralkino Lingen wird in Kooperation mit der Kunstschule Lingen am Dienstag, 18. September, um 20 Uhr der Film "Ryuichi Sakamoto: Coda" gezeigt. Foto: felix-showlabor

Lingen. Das Centralkino Lingen zeigt in Kooperation mit der Kunstschule Lingen am Dienstag, 18. September 2018, den Dokumentarfilm "Ryuichi Sakamoto: Coda".

Passend zum Thema des aktuellen Semesterprojekts der Kunstschule „Licht & Klang- 40 Jahre Kunstschule Lingen“ haben Interessierte und Freunde der Kooperationsreihe „Kunst und Kino“ ab 20 Uhr die Möglichkeit, mit dem bewegenden Porträt des weltberühmten japanischen Tonkünstlers und Komponisten in die Welt der Musik, Klänge und Töne einzutauchen.

Ryuichi Sakamoto ist einer der bedeutendsten Künstler unserer Zeit. In den späten 1970er-Jahren betrat der 1952 in Tokio geborene Komponist mit seiner Band „Yellow Magic Orchestra“ als Mitbegründer des japanischen Techno-Pop die Musikbühne. Es folgten Solo-Projekte und poppige Jazz-Alben, in denen die Grenzen zwischen klassischer und elektronischer Musik verschwimmen. Legendär wurde seine Musik für "Merry Christmas, Mr. Lawrence", einem Film von Nagisa Oshima über die komplizierte Beziehung zwischen einem australischen Kriegsgefangenen und seinen japanischen Wärtern, in dem 1983 Sakamoto auch selbst die Hauptrolle spielte. An seiner Seite ein Weltstar der Musik: David Bowie.

Umweltaktivist

In den 80er- und 90er-Jahren komponiert Sakamoto weitere Film-Soundtracks für  "Der letzte Kaiser" von Bernardo Bertolucci, "Der Himmel über der Wüste" oder „Little Buddha“ Für die Filmmusik zu „Der letzte Kaiser“ wird er 1987 mit dem Oscar ausgezeichnet. Bis heute gibt Sakamoto seiner Musik in Zusammenarbeit mit anderen wegweisenden Komponisten, Regisseuren und Konzeptkünstlern immer wieder neue Impulse. Seit der Atomkatastrophe von Fukushima engagiert er sich zudem stark als Umweltaktivist und gilt als einer der Wortführer der Anti-Atomkraft-Bewegung in Japan.

Bricht alle Projekte ab

Für seinen Dokumentarfilm "Ryuichi Sakamoto: Coda" begleitete Regisseur Stephen Nomura Schible den legendären Komponisten und Tonkünstler über fünf Jahre mit der Kamera. Im Jahr 2014 wird bei Sakamoto Mundrachenkrebs diagnostiziert, und der Musiker bricht alle Projekte ab. Als die Aufnahmen weitergehen, zieht Sakamoto vor dem Hintergrund der ökologischen Situation seines Heimatlandes und seiner persönlichen Lebenskrise Resümee.

Sensibles Porträt

Neben aktuellen Bildern, in denen der Komponist mit neuen Kräften wieder zurück zu seiner Arbeit findet, zeigt der Film Archivmaterial aus dem vielgestaltigen Künstlerleben, in dem es immer wieder um die Suche nach Klängen geht, die der Wahrnehmung unserer Welt neue Wege eröffnen und zu einem neuen musikalischen Ausdruck führen. "Ryuichi Sakamoto: Coda" ist nicht nur ein tief berührendes und sensibles Porträt eines einzigartigen Künstlers, sondern auch ein faszinierender Film über den kreativen Prozess - mit Musik, an der man sich nicht satt hören kann.


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