Sechsstellige Investitionssumme Das erwartet Besucher im umgebauten Sportsworld in Lingen

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Haben das Sportgeschäft Sportsworld umgebaut (von links): Inhaber Dirk und Reent Iserlohe sowie Filialleiter Matthias Majunke. Foto: Julia MauschHaben das Sportgeschäft Sportsworld umgebaut (von links): Inhaber Dirk und Reent Iserlohe sowie Filialleiter Matthias Majunke. Foto: Julia Mausch

Lingen. Einen sechsstelligen Betrag haben die Brüder Dirk und Reent Iserlohe in die Hand genommen, um das Sportfachgeschäft Sportsworld in Lingen umzubauen. Die Eröffnung ist an diesem Donnerstag, 13. September 2018. Was erwartet die Besucher?

In die Jahre gekommen ist das Sportfachgeschäft gegenüber des Lingener Rathauses nicht. Schließlich sind Dirk und Reent Iserlohe erst vor fünf Jahren aus dem Kaufhaus Brackmann an der Lookenstraße mit ihrem Geschäft an die Neue Straße gezogen. Modernes Design gepaart mit Artikeln aus jeder Sportart: Das Konzept der Brüder ging auf – zumindest bis vor einiger Zeit. (Weiterlesen: „Sportsworld“ zieht vom „Erlebniskaufhaus Brackmann“ in die Neue Straße)

Früher Inlineskaten, heute wandern

Immer wieder mussten die Iserlohes feststellen, dass es in ihrem Geschäft Dinge gab, die optimiert werden mussten. Das Einkaufsverhalten der Kunden hatte sich im vergangenen Jahrzehnt verändert. Die Nachfrage nach Sportartikeln – seien es Nordic-Walking-Stöcke oder Inlineskates – die einst im Trend waren, ging zurück.  Sportarten wie Wandern oder Ausdauersport wurden dagegen immer beliebter. 


"Irgendwann haben wir dann gesagt, wir drücken die Reset-Taste und fangen von vorne an"Reent Iserlohe


Eine Sportabteilung im Geschäft dann kurzerhand zu verkleinern oder zu vergrößern – nicht einfach, mussten die Brüder feststellen. "Irgendwann haben wir dann gesagt, wir drücken die Reset-Taste und fangen von vorne an", sagt Reent Iserlohe. 

Geschäft nur drei Tage geschlossen

Einen sechsstelligen Betrag haben die Geschäftsmänner in die Hand genommen, um die 2000 Quadratmeter große Verkaufsfläche von Grund auf umzubauen. Nur drei Tage war das Geschäft komplett geschlossen. Während der Ausverkauf der Ware über fünf Wochen im Erdgeschoss im vollen Gange war, waren die Bauarbeiter im Unter- sowie Obergeschoss bereits im Einsatz.

Neue Wände wurden eingezogen, Abflussrohre neu verlegt und die Farbgestaltung der insgesamt drei Ebenen ist auch eine andere. Das hat seine Gründe. Laut Aussage von Dirk Iserlohe habe man sich gefragt, wer die Kunden von Sportsworld sind. "Die Frage war einfach zu beantworten: Die Kunden aus unserer Region." 


Große Fotos sollen im Geschäft zur Orientierung dienen. Sie stammen größtenteils aus dem Emsland. Foto: Julia Mausch



Fotos aus dem Emsland zur Orientierung

Diese Kunden suchten größtenteils nicht Sportartikel für Urlaube außerhalb der Region, sondern für Aktivitäten vor der Haustür. Ihnen wollen Dirk und Reent Iserlohe nicht nur mit passenden Artikeln und der Beratung gerecht werden, sondern auch eine Orientierung im Geschäft liefern. Thema Bildsprache. Jede Sportabteilung in Sportsworld ist leicht zu erkennen. Große Fotos sind an den Wänden angebracht, aufgenommen vom Lingener Fotoclub Blende 86. So sind in der Outdoor-Abteilung beispielsweise keine Fotos von Bergen in Österreich zu finden, sondern von der Natur im Biener Busch. Wasserfans finden ihre Artikel in einer Abteilung wieder, die mit einem großen Bild der Ems gekennzeichnet ist.


"Wir sind keine Kette, wir sind lokal verwurzelt"Dirk Iserlohe


"Wir sind keine Kette, wir sind lokal verwurzelt", betont Dirk Iserlohe. Mit den Fotos solle dies zum Ausdruck gebracht werden. Der persönliche Kundenkontakt sei wichtig. Deswegen wurde der Verkaufstresen, der einst im hinteren Geschäftsbereich zu finden war, nun in die Mitte des Ladenlokals verschoben, um den Kundenkontakt zu gewährleisten. 

"Wir haben eine Daseinsberechtigung"

"Trotz Onlinehandel haben wir als Fachhändler vor Ort eine Daseinsberechtigung", sagt Dirk Iserlohe. Ihm sei bewusst, dass in Sachen Preiskampf das Internet gewinnen würde, in Sachen Beratung sei der Fachhändler vor Ort der Gewinner. Produkte wie Sportartikel seien beratungsintensiv, damit aus Sport Spaß und keine Qual wird, meint Filialleiter Matthias Majunke. Um eine optimale Beratung zu gewährleisten, setzen die Iserlohes auf ausgebildetes Personal: Gut die Hälfte der insgesamt 20 Mitarbeiter seien seit ihrer Ausbildung bei ihnen angestellt.


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