Förderung der "Alten Backstube" Stadt führt 2019 eine "Lingener Ehrenamtskarte" ein

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In der Baccumer Straße in unmittelbarer Nähe des Universitätsplatzes und der Kreuzkirche befindet sich die "Alte Backstube", ein Treff der Diakonie. Foto: Thomas PertzIn der Baccumer Straße in unmittelbarer Nähe des Universitätsplatzes und der Kreuzkirche befindet sich die "Alte Backstube", ein Treff der Diakonie. Foto: Thomas Pertz

Lingen. Die Stadt Lingen möchte ehrenamtliches Engagement in der Stadt durch eine "Lingener Ehrenamtskarte" würdigen.

Sie wird im nächsten Jahr eingeführt. Der Beschluss im Ausschuss für Familie, Soziales und Integration erfolgte einstimmig.

Erster Stadtrat Stefan Altmeppen verwies in der Sitzung darauf, dass viele Angebote in Lingen ohne den Einsatz der Ehrenamtlichen gar nicht möglich wären. Dies gelte es, besonders zu würdigen, zumal in vielen Vereinen und Verbänden festzustellen sei, dass die Zahl der ehrenamtlich Aktiven zurückgehe. Antragssteller müssen mindestens 250 Stunden jährlich oder fünf Stunden in der Woche ehrenamtlich aktiv sein. Mit der "Lingener Ehrenamtskarte" verbunden ist eine Vielzahl von Vergünstigungen in der Stadt, zum Beispiel verschiedene Preisnachlässe, Rbatte und Ermäßigungen.

Ebenfalls einstimmig erfolgte der Beschluss, die "Alte Backstube" des Diakonischen Werkes in der Baccumer Straße für die Jahre von 2019 bis 2021 mit einem Beitrag von jährlich 3000 Euro zu fördern. Der Ausschuss hatte dies im Dezember 2016 noch abgelehnt, da erst die weitere Entwicklung dieses seit 1987 dort angebotenen niederschwelligen Beratungsangebotes der Diakonie abgewartet werden sollte.

In den Jahren 2015/16 hatte es eine intensive öffentliche Diskussion über die Zukunft der Alten Backstube gegeben. Auch eine mögliche Schließung der Einrichtung stand damals im Raum. Es gab Finanzierungsprobleme und offene Fragen, was die inhaltliche Arbeit anbelangte. 

Wie die Verwaltung mitteilte, hat sich der Offene Treff inzwischen aber wieder überaus positiv entwickelt. Es gibt. verschiedene Aktionen, mehr Angebote und Platz durch die zusätzliche Nutzung des ehemaligen Raums des Weltladens und Beratungsmöglichkeiten, die mit den weiteren Angeboten der Diakonie in Lingen verknüpft sind. Die Verwaltung schlug deshalb eine befristete Förderung für drei Jahre mit einem jährlichen Zuschuss von 3000 Euro vor.

"Viele hätten nicht geglaubt, dass es dort weitergeht", sagte Ibrahim Hassan von den Grünen. Deshalb begrüßte er die aktuelle Entwicklung. "Da wird sich die Backstube freuen", fasste Anne Coßmann-Wübbel, Sozialarbeiterin in der Diakonie, die Meinung der Gäste und dort Aktiven zusammen.

Seniorenberater Erwin Heinen teilte in der Sitzung mit, dass das Frauen- und Kinderschutzhaus des SkF in Lingen umgebaut werde. So werde unter anderem ein neuer, barrierefreier Eingang geschaffen. Die Kosten beliefen sich auf insgesamt 210.000 Euro und würden zu über 90 Prozent aus Landesmitteln getragen. Einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 5800 Euro für den Einbau einer Rollstuhlrampe am neuen Standort in der Clara-Eylert-Straße bekommt der DRK-Ortsverein Lingen. Auch diese Entscheidung erfolgte einstimmig.



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