Unterstützung im Ausschuss für Demo "Lingen leuchtet" und möchte ein Zeichen gegen Gewalt setzen

Von Thomas Pertz, 11.09.2018, 12:38 Uhr
Am 12. Januar 2015 demonstrierten in der Stadt zahlreiche Menschen "für ein buntes Lingen". Archivfoto: Helmut Kramer

Lingen. Für eine zahlreiche Teilnahme an der Aktion "Lingen leuchtet - wir sind mehr" am 19. September haben Mitglieder des Lingener Sozialausschusses, die auch an der Vorbereitung der Demonstration mitwirken, geworben.

Ein solches "Zeichen der Toleranz und Menschlichkeit", wie es Oberbürgermeister Dieter Krone damals ausdrückte, hatten viele Bürger der Stadt am 12. Januar 2015 bei einer großen Demonstration in Lingen gegeben.

"Wir wollen zeigen, dass Lingen bunt ist, dass wir mehr sind, dass diese Stadt weltoffen ist", sagte Fabian Rode in der Sitzung. Der CDU-Ratsherr und Anne Coßmann-Wübbel, Sozialarbeiterin in der Diakonie, verwiesen auf ein weiteres Vorbereitungstreffen in dieser Woche. Geplant ist die Veranstaltung am Mittwoch kommender Woche um 20.15 Uhr auf dem Marktplatz. Dazu ist auch ein Schreiben von Kornelia Spielmanns aus Lingen, eine der Mitinitiatorinnen, an Vereine, Verbände und Institutionen, Schulen, Kirchengemeinden, Parteien und Oberbürgermeister Krone herausgegangen. Vorgesehen ist ein Grußwort von ihm und ein Statement von Dirk Tecklenborg, pastoraler Koordinator der Lingener Pfarreiengemeinschaft St. Josef Laxten, St. Antonius Baccum und St. Marien Brögbern.  

Die Aktion solle deutlich machen, so Spielmanns,  dass die große Mehrheit der Bürger in Deutschland für Rechtsstaatlichkeit, Toleranz, Vielfalt, für Demokratie und Menschlichkeit einstehe. Es gelte, nicht denen die Meinungshoheit zu überlassen, "die sich so lautstark, ausgrenzend, demokratiefeindlich und menschenverachtend äußern und damit die Stimmung in unserem Land vergiften." Deren kriminelles und menschenverachtendes Auftreten ist zu verachten und durch gemeinsames Dagegenhalten zu verhindern."Eine ähnliche Veranstaltung hatte es in der letzten Woche vor dem Nordhorner Rathaus gegeben. Auch die Bürger in Lingen sollen zeigen: "Wir sind mehr", forderte Coßmann-Wübbel zu einer regen Teilnahme auf.

"Extremisten nutzen Straftat aus"

Die Mitglieder im Sozialausschuss begrüßten parteiübergreifend die Aktion und forderten zur Unterstützung auf. Ibrahim Hassan, Ratsherr von Bündnis 90/Die Grünen, mahnte aber auch, dass die Fähigkeit zum Dialog zwischen den unterschiedlichen Gruppen nicht verloren gehen dürfe. Es bestehe die Gefahr, dass jede Straftat von Extremisten ausgenutzt werde. "Wir müssen über die Probleme reden, damit Extremisten sie nicht für sich ausnutzen", sagte der Grünen-Politiker.

"Es ist eine gute Idee und eine Antwort auf Chemnitz", begrüßte Integrationslotsin Tanja Christiansen-Hamdi die Idee zur Demonstration. Im Stadtrat gebe es einen breiten Konsens, sagte Dirk Meyer (FDP). „Es ist für uns alle selbstverständlich, dass wir gegen Fremdenfeindlichkeit sind“.

"Lingen ist bunt und hat auch in der Vergangenheit schon bewiesen, dass es vielen Menschen eine Chance gibt", betonte Martina Lippert (SPD). Es sei wichtig, ein Zeichen zu setzen. Sie und Edeltraud Sänger, beratendes Mitglied im Ausschuss, erinnerten auch an die Notwendigkeit, hinzuschauen, wo es Diskriminierungen im Alltag gebe.

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