Im Umweltausschuss BN Lingen scheitern mit Antrag auf Verlegung eines Altglascontainers

Von Wilfried Roggendorf, 11.09.2018, 16:03 Uhr
Mit ihrem Antrag, den Standort dieses Altglascontainers in der Straße Am Kaninchenberg in Lingen zu verlegen, sind die Bürgernahen im Umweltausschuss der Stadt gescheitert. Foto: Thomas Pertz

Lingen. Nach Beschwerden mehrerer Anwohner haben die Bürgernahen (BN) im Umweltausschuss der Stadt Lingen beantragt, für den Altglascontainer in der Straße Am Kaninchenberg einen neuen Standort zu suchen. Dies lehnten die anderen Parteien mehrheitlich ab.

Hintergrund der Beschwerden war die von dem Container ausgehende Lärmbelästigung. "Die Container werden fast ausschließlich mit einem Pkw angefahren und zwar zu jeder Tages- und Nachzeit, auch an jedem Sonn- und Feiertag", hieß es im Antrag der BN. Hinzu kämen die "ohrenbetäubenden Entleerungen" der Container. Gestört würden vor allem die Bewohner des Seniorenstiftes Curanum und die Nachbarn in den angrenzenden Wohnstraßen.

Am Konzept der dezentralen Verteilung festhalten

"Seitens des Curanums liegen keine Beschwerden wegen des Altglascontainers vor", erklärte Stadtbaurat Lothar Schreinemacher hierzu. Sechs Anwohner hätten eine Beschwerde unterschrieben. Die Richtlinien für die Aufstellung eines solchen Altglascontainers seien am Kaninchenberg eingehalten worden, betonte der Stadtbaurat. "Ärgerlich ist, dass die Einwurfzeiten nicht immer eingehalten werden." Die Verwaltung wolle eine breite Verteilung der Container über das Stadtgebiet. "Wir halten am Konzept der dezentralen Verteilung fest", sagte Schreinemacher.

Reppien: BN-Argumente treffen auf 80 Prozent der Standorte zu

CDU-Ratsherr Günther Reppien erklärte, auch seine Fraktion stehe hinter diesem Konzept: "Wir würden uns sonst über die wilde Entsorgung des Altglases wundern." Die Argumente der BN für eine Verlegung träfen auf 80 Prozent aller Standorte zu. "Auch an einem neuen Standort werden sich Bürger finden, die dagegen sind", meinte Reppien. Wenn man diese Diskussion anfange, hole diese die Politik ein.

Plaggenborg: Problem nicht durch die Stadt schieben

"Wir können das Problem nicht durch die Stadt schieben", meinte Sozialdemokrat Ralf Plaggenborg. "Aber die Entleerungszeiten sollten vom Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) des Landkreises Emsland besser geregelt werden", forderte Plaggenborg. Es müsse nicht sein, dass ein Altglascontainer morgens um 6.15 Uhr geleert werde. Schreinemacher verwies darauf, dass die Entleerung vom AWB organisiert werde und durch Dritte erfolge. "Aber wir werden den AWB auf das Problem hinweisen", versprach der Stadtbaurat.

Lärmschutzklasse Eins ist Stand der Technik

Schreinemacher sagte, dass fast alle Altglascontainer in der Stadt der Lärmschutzklasse Eins angehörten. "Das ist der Stand der Technik", betonte Schreinemacher. Da es mehrere Standorte in der Nähe der Straße Am Kaninchenberg gebe, ergebe eine Verschiebung keinen Sinn. Zudem werde der Container an seinem jetzigen Standort gut genutzt.

Brümmer mit Unverständnis für BN-Argumentation

Marc Riße (BN) schlug vor, den Container einfach einmal 150 Meter umzustellen und zu schauen, was passiere. Die Umsetzung würden andere Bürger in der Stadt doch gar nicht bemerken, schlug der BN-Ratsherr Bedenken von Reppien, dass bei einer Umsetzung des Containers viele weitere solche Forderungen auf die Stadt zukommen würden, in den Wind. Christdemokrat Thomas Brümmer erklärte hierzu: "Wir sind erschrocken darüber, wie die BN argumentieren. Was ist das für eine Argumentation, zu sagen, keiner merkt, dass der Container verschoben wird."

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