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07.09.2018, 15:41 Uhr GRAFFITI IN LINGENER RAD-UNTERFÜHRUNG

Das Ergebnis ist enttäuschend

Kommentar von Mike Röser

Nach umfangreichen Renovierungsarbeiten ist die Unterführung an der Ludwig-Erhard-Brücke in Lingen fast fertiggestellt. Nun besprühten Graffitikünstler vom Unternehmen Lackaffen.de aus Münster 250 Quadratmeter ausgewählte Flächen mit einheitlichen Zeichen, in der Graffiti-Szene als Tags bezeichnet. Foto: BeckerNach umfangreichen Renovierungsarbeiten ist die Unterführung an der Ludwig-Erhard-Brücke in Lingen fast fertiggestellt. Nun besprühten Graffitikünstler vom Unternehmen Lackaffen.de aus Münster 250 Quadratmeter ausgewählte Flächen mit einheitlichen Zeichen, in der Graffiti-Szene als Tags bezeichnet. Foto: Becker

Lingen. Tolle Idee, schlechte Umsetzung: Das meint unser Kommentator zu der Graffiti-Gestaltung in der Rad-Unterführung unter der Ludwig-Erhard-Brücke in Lingen.

Das war eine klasse Idee: Graffiti von anerkannten Künstlern (und Unternehmern) der Szene in der sanierten Rad-Unterführung unter der Ludwig-Erhard-Brücke in Lingen, damit sich Schmierereien dort in Grenzen halten. Doch so gut die Idee war, so enttäuschend ist das Ergebnis.

Denn das, was das Unternehmen Lackaffen.de da in der Radunterführung auf die Wand gebracht hat, ist düster, monoton und hat obendrein gar nichts mit der Stadt Lingen zu tun. Der immer wieder kehrende Schriftzug sagt keinem Szenefremden etwas – und das ist nahezu jeder Radler oder Passant. Obendrein unterscheidet es sich kaum von Schmierereien wenige Meter weiter an der Ludwig-Erhard-Brücke.

Warum keine „Skyline“ von Lingen? Warum nicht eine schöne Landschaft? Was für tolle Sachen das Unternehmen sonst zaubert, ist dutzendfach auf www.lackaffen.de zu sehen. So entsteht der Eindruck, dass das Budget für die Graffiti-Unternehmer aus Münster zu klein war, um ein aufwendiges und zeitintensives Kunstwerk zu schaffen.


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