Krone: Wir sind auf gutem Wege Baugenehmigung für BvL in Lingen im ersten Halbjahr 2020?

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Aus der Blickrichtung Emslandhallen: BvL an der Lindenstraße in Lingen mit den Märkten DM und Edeka. Grafik: Krämer und Susok, Architekten BDA und xs architecten, AmersfoortAus der Blickrichtung Emslandhallen: BvL an der Lindenstraße in Lingen mit den Märkten DM und Edeka. Grafik: Krämer und Susok, Architekten BDA und xs architecten, Amersfoort

Lingen. Die Genehmigung für das Bauvorhaben des Einrichtungshauses BvL an der Lindenstraße in Lingen könnte im ersten Halbjahr 2020 erteilt werden. Davon geht die Lingener Stadtverwaltung aus. Nach ihren Angaben wird das erfahrungsgemäß eineinhalb Jahre dauernde Verfahren für den Bebauungsplan voraussichtlich im Herbst eingeleitet.

"Wir sind auf einem guten Wege", resümierte Oberbürgermeister Dieter Krone auf Anfrage der Redaktion. Weitere Gesprächspartner waren Ludger Tieke, Leiter des Fachbereichs Wirtschaftsförderung, und Stadtbaurat Lothar Schreinemacher.

Wie mehrfach berichtet, plant das Familienunternehmen die Umwandlung der Möbelabteilung im ersten und zweiten Obergeschoss des Einrichtungshauses in Wohnungen. Dadurch verringert BvL seine Verkaufsfläche von rund 7000 auf 3000 Quadratmeter. Das Erdgeschoss wird weiter für den Einzelhandel genutzt, wobei sich das Angebot an zentrenrelevanten Sortimenten um 650 Quadratmeter verringert. Dies war die Voraussetzung zur Genehmigung des Drogerie-Marktes DM, der wie ein Gelenk das Stammhaus mit dem künftigen Edeka-Markt in der Verlängerung Richtung Kurt-Schumacher-Brücke verbinden soll.

Grundsatzbeschluss im März 2017

Einen entsprechenden Grundsatzbeschluss hatte der Planungs- und Bauausschuss im März 2017 mit großer Mehrheit gefasst. CDU, SPD und FDP stimmten dafür, die Bürgernahen enthielten sich, Bündnis 90/Die Grünen stimmten dagegen. Gegenstimmen gab es auch aus der Kaufmannschaft in der Innenstadt. Sie befürchtet eine negative Entwicklung für den Einzelhandel im Zentrum.

Konkret geht es aktuell um den sogenannten Durchführungsvertrag (Teil 1) zwischen der Stadt Lingen und dem Vorhabenträger, in diesem Fall mit BvL, was den Umbau des Einrichtungshauses anbelangt, und dem Projektentwickler Ten Brinke für den Bau des Marktes. Beide Vorhaben sollen "in einem Guss" realisiert werden", wie Baudezernent Schreinemacher deutlich machte. Diese Vorgabe fließe in den zweiten Teil des Durchführungsvertrages ein, der am Ende des Bauleitplanverfahrens abgeschlossen werde. 

"Wir reden öffentlich nie über Preise"

Erst zu diesem Zeitpunkt, wenn der Satzungsbeschluss erfolgt ist, werden im Übrigen die städtischen Grundstücke verkauft, die zur Realisierung des Vorhabens notwendig sind. Dabei handelt es sich um Flächen in einer Größenordnung von 5400 Quadratmetern. Über die Höhe des Grundstückspreises machte die Verwaltung keine Angaben. "Wir reden öffentlich nie über Preise; das gehört zum Vertrauensschutz unserer Vertragspartner", erklärte Wirtschaftsförderer Tieke. Schreinemacher ergänzte, dass grundsätzlich der Kaufpreis für ein städtisches Grundstück nicht isoliert betrachtet werden könne, da auch andere Faktoren, wie zum Beispiel Altlasten oder Besonderheiten des Grundstücks, bei der Preisgestaltung eine Rolle spielen würden.

Die Verwaltung gehe davon aus, dass die Arbeiten bei BvL nach der Genehmigung des Bauantrages im ersten Halbjahr 2020 losgehen könnten, sagte Oberbürgermeister Krone. Er verwies auf eine deutliche Aufwertung des Quartiers rings um den Alten Hafen mit einem großen Veranstaltungsangebot durch die Emslandarena/ Emslandhallen, attraktive Wohnformen, einem maritimen Flair und Einkaufsmöglichkeiten.

 


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