170 Gäste im Theater Faires Frühstück mit vielen Infos in Lingen

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Rund 170 Gäste nahmen am Fairen Frühstück im Theater an der Wilhelmshöhe teil. Damit zeigten sich (von links) Holger Berentzen, Uta van Roje, Maria Niemann, Traute Pott und Andreas Gaida vom Organisationsteam sehr zufrieden. Foto: Stadt LingenRund 170 Gäste nahmen am Fairen Frühstück im Theater an der Wilhelmshöhe teil. Damit zeigten sich (von links) Holger Berentzen, Uta van Roje, Maria Niemann, Traute Pott und Andreas Gaida vom Organisationsteam sehr zufrieden. Foto: Stadt Lingen

Lingen. Einmal mehr bewies das faire Frühstück in Lingen, dass Genuss und Nachhaltigkeit sich nicht ausschließen müssen. Nach Angaben der Stadt Lingen lockte ein reich gedeckte Buffet mit ausschließlich fairen, regionalen und saisonalen Produkten am ersten Septemberwochenende rund 170 Gäste in das Foyer des Theaters an der Wilhelmshöhe.

Mit der Resonanz zeigten sich die Veranstalter der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschland (KFD), des Weltladens und der Stadt Lingen sehr zufrieden. "Das Konzept geht auch bei der mittlerweile vierten Auflage des fairen Frühstücks auf. Die zahlreichen Gäste beweisen uns: Es passt", sagte Maria Niemann von der KFD. Ziel der Veranstaltung war es erneut, zum Nach- und Umdenken anzuregen.

Klösener gibt Tipps für geringere Lebensmittelverschwendung

Inhaltlich stand das Thema Lebensmittelverschwendung im Fokus. Peter Klösener, Bildungsreferent der Katholischen Landvolkhochschule Oesede, berichtete, dass in Deutschland rund 18 Millionen Tonnen Lebensmittel pro Jahr vernichtet würden. Angesichts dieser Zahl hinterfragte Klösener, welche Wertschätzung Lebensmitteln noch entgegengebracht werde. Er gab den Frühstücksgästen außerdem Tipps, was sie persönlich gegen die Lebensmittelverschwendung tun könnten. Unter anderem empfahl er die Verwertung von Resten und das Kaufen von Produkten kurz vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums, wenn man diese schnell aufbrauche.

Übrig gebliebenen Lebensmitteln eine zweite Chance geben

Einen anderen Weg geht die bundesweite Foodsharing-Initiative. Ihr Motto lautet: "Teile Lebensmittel, anstatt sie wegzuwerfen". Auch in Lingen gibt es seit zwei Jahren eine Hochschulgruppe, in der sich rund 15 Foodsharer engagierten, erklärten zwei Initiatoren des Projektes in Lingen, Rebekka Bareith und Malte Lutz. Jede Woche sammele die Gruppe übrig gebliebene Lebensmittel bei verschiedenen Betrieben ein, um sie dann unter den Foodsharern zu verteilen. Künftig wollten sie einen eigenen Verein gründen, um besser wahrgenommen zu werden. Neben den Foodsharern, die außerdem seit einigen Monaten mit der Lingener Tafel kooperieren, stellte deren Vorsitzende Edeltraut Graeßner die Arbeitsweise der Tafel vor. Allein im Bereich der Stadt Lingen sammele die Tafel pro Woche 25 Tonnen Lebensmittel.


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