Bei Kunstaktion ausgetauscht Werkstattgespräch zur Teilhabe von Menschen mit Behinderung

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An der Kunstaktion der Caritas Behindertenhilfe Niedersachsen nahmen gemeinsam (von rechts) Kerstin Tack (MdB), Niedersachsens Sozialministerin Carola Reimann und Georg Kruse (Geschäftsführer Christophorus-Werk Lingen und stellvertretender Vorsitzender der Caritas Behindertenhilfe Niedersachsen) teil. Foto: Christophorus-Werk LingenAn der Kunstaktion der Caritas Behindertenhilfe Niedersachsen nahmen gemeinsam (von rechts) Kerstin Tack (MdB), Niedersachsens Sozialministerin Carola Reimann und Georg Kruse (Geschäftsführer Christophorus-Werk Lingen und stellvertretender Vorsitzender der Caritas Behindertenhilfe Niedersachsen) teil. Foto: Christophorus-Werk Lingen

Hannover. Der Vorstand der Caritas-Einrichtungen der Behindertenhilfe Niedersachsen, Werkstatträte, Bundestags- sowie Landtagsabgeordnete haben sich am 29. August 2018 mit der Niedersächsischen Sozialministerin Carola Reimann in Hannover zum Werkstattgespräch getroffen.

Eine gemeinsame Kunstaktion bildete laut einer Mitteilung des Christophorus-Werk Lingen die Basis für Gespräche mit dem Thema Politik für Menschen mit Behinderungen. Caritasdirektor Franz Loth lud Reimann und die anderen Landtags- und Bundestagsabgeordneten zu einem Format der anderen Art ein, um miteinander ins Gespräch zu kommen: In einer einstündigen Aktion Aktion gestalteten die Landesministerin, Fachpolitiker aus dem Bereich Soziales, im Werkstattrat engagierte Menschen mit Behinderung und die Vorstandsmitglieder der Caritas Behindertenhilfe Niedersachsen gemeinsam Plakate mit Hilfe von Spraytechniken. 

Betroffene wünschen sich bessere Vermittlung von Informationen

Nach der Kunstaktion vertieften alle Beteiligten den begonnenen Dialog. Ministerin Reimann stellte dabei die wesentlichen Veränderungen und Verbesserungen für die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen durch das Bundesteilhabegesetz dar. Besonders die Betroffen kritisierten, dass viele von ihnen die auf sie zukommende Verantwortung nicht wahrnehmen könnten, weil sie einen großen Teil der Inhalte nicht verstünden. Es müssten sich nicht nur Menschen mit Behinderung selbst mit der für sie wichtigen Gesetzeslage auseinandersetzen. Ebenso wichtig sei es, die Informationen auch besser zu vermitteln – durch entsprechende Medien, Beratung und den verstärkten Einsatz von Leichter und Einfacher Sprache. 

Unzureichende Personalausstattung der Wohneinrichtungen

Der stellvertretende Vorsitzende der Caritas Behindertenhilfe Niedersachsen und Geschäftsführer des Christophorus-Werkes Lingen, Georg Kruse, wies außerdem auf die unzureichende Betreuungs- und Personalsituation in den Wohneinrichtungen der Behindertenhilfe hin. "Besonders die Assistenzbedarfe der Menschen mit schwersten mehrfachen Behinderungen können mit der derzeitigen Personalausstattung nicht mehr bewältigt werden", argumentierte Kruse. Reimann sagte eine Prüfung des Sachverhaltes zu und verwies auf laufende Verhandlungen zwischen dem Ministerium, dem Landessozialamt und der freien Wohlfahrtspflege.





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