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05.09.2018, 17:43 Uhr KOMMENTAR

Zum Thema Organspende: Ein Geschenk des Lebens

Kommentar von Thomas Pertz

Spendete eine Niere für seinen Freund Günter Welz (rechts): Hansi Billker (links): Beide wohnen im Lingener Ortsteil Baccum. Foto: PrivatSpendete eine Niere für seinen Freund Günter Welz (rechts): Hansi Billker (links): Beide wohnen im Lingener Ortsteil Baccum. Foto: Privat

Lingen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat mit seinem Vorstoß das Thema Organspende wieder in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat mit seinem Vorstoß das Thema Organspende wieder in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt. Dies ist ganz im Sinne der Betroffenen und derer, die sich mit dem Gedanken auseinandersetzen, Spender zu werden. Nicht in ihrem Sinne wäre es allerdings, wenn der forsche Minister in der kommenden Woche gleich das nächste Thema durch die Politik jagt. Dafür ist das Thema Organspende zu todernst.

Es weitertragen könnten Menschen vor Ort: Politische Entscheidungsträger wie die regionalen Bundestagsabgeordneten zum Beispiel, ebenso Ärzte aus den hiesigen Krankenhäusern, die in der Lage sind, über Vor- und Nachteile der bisherigen Praxis Aussagen zu treffen. Besonders wichtig sind Bürger wie Günter Welz, die aus eigener Betroffenheit anderen von ihrem Lebensgeschenk erzählen können. Die gespendete Niere von seinem besten Freund verbindet beide auf eine zutiefst berührende Weise.

Wie auch immer das Verfahren zukünftig aussehen mag: Voraussetzung für eine höhere Spendenbereitschaft ist mehr Vertrauen in die handelnden Akteure. Die Transplantationsskandale auch in Deutschland in den vergangenen Jahren sind unvergessen. Das bleibt für Günter Welz aber auch der Freundschaftsdienst von Hansi Billker.


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