FED feiert Jubiläum 25 Jahre Familienentlastender Dienst in Lingen

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FED-Leiterin Elisabeth Strodt mit Christophorus-Werk-Geschäftsführer Georg Kruse (links) und zwei jüngeren Klientinnen. Foto: Christophorus-Werk LingenFED-Leiterin Elisabeth Strodt mit Christophorus-Werk-Geschäftsführer Georg Kruse (links) und zwei jüngeren Klientinnen. Foto: Christophorus-Werk Lingen

Lingen. Der Familienentlastende Dienst (FED) des Christophorus-Werkes Lingen hat jetzt sein 25-jähriges Bestehen gefeiert.

Das hat das Christophorus-Werk mitgeteilt. Der FED ermöglicht Menschen mit Behinderung Freizeitangebote und Assistenz – und ihren Familien eine Atempause von Pflege und Betreuung.

Im Sinnesgarten auf dem Gelände des Christophorus-Werkes empfing FED-Leiterin Elisabeth Strodt mit ihrem Team rund 180 Gäste zu einem geselligen Nachmittag mit vielen Mitmachaktionen. Besonders freute sich Strodt, dass auch drei „Mitarbeiterinnen der ersten Stunde“ gekommen waren: „Mit Ihnen haben wir den FED aufgebaut und Sie haben maßgeblich dazu beigetragen, dass wir den Familien heute so vieles anbieten können“, wird Strodt in der Pressemitteilung zitiert. Alle drei waren mehr als 20 Jahre lang im FED tätig, manche sogar noch über die Rente hinaus, und haben in der Zeit viele Menschen mit Behinderung von Kindheit an  begleitet.

Freizeit bieten, Freiräume schaffen

Heute bietet der FED Reisen, Wochenendfahrten, regelmäßige Freizeittreffs und mehr an, damit Menschen mit Behinderung ihre Freizeit so selbstbestimmt wie möglich verbringen können. Angehörige können sich in dieser Zeit um viele Dinge kümmern, die sonst zu kurz kommen: seien es weitere Kinder und Familienmitglieder, Behördengänge oder auch einmal ein paar Stunden Freizeit für sich selbst.

Zwischendurch Kraft schöpfen

Dabei war der Aufbau des Dienstes laut Christophorus-Werk schwierig. Denn die Einsicht, dass betreuende und pflegende Angehörige auch ein Recht auf Entlastung haben, habe in der Politik und bei den Angehörigen selbst erst reifen müssen. „Es ging darum, erst mal ein Bewusstsein zu schaffen für die Tatsache, dass Angehörige Unterstützung annehmen dürfen, um der ‚lebenslangen Elternschaft‘ gewachsen zu sein“, wird Strodt weiter zitiert. Eine Elterninitiative gab den Ausschlag zur Gründung des FED. „Einen Angehörigen mit Behinderung familiär zu begleiten bedeutet: rund um die Uhr, jeden Tag sein ganzes Leben für ihn da zu sein. Wer nicht zwischendurch Kraft schöpfen kann, hat irgendwann gar keine Kraft mehr“ wird Agnes Elsen, die die Elterninitiative maßgeblich ins Leben rief und ebenfalls auf der Feier Gast war, zitiert.

Dort sein, wo die Menschen leben

FED-Leiterin Strodt skizzierte  die Entwicklung des FED: Anfänglich arbeitete dieser vor allem mit Ehrenamtlichen und Honorarkräften. Diese arbeiten auch heute noch dort, allerdings unterstützten sie ein festes Team von Fachkräften. Immer mehr geht die Tendenz dahin, wohnortnahe Angebote für Menschen mit Behinderung zu schaffen. Seit vergangenemJahr entstehen auch in Salzbergen, Emsbüren und Spelle Treffs.


"Abhängig von Fördermaßnahmen"


Die Finanzierung ist laut Christophorus-Werk immer ein Thema. „Wir können nicht kostendeckend arbeiten. Denn wir bieten zunehmend auch professionelle Komplexleistungen von Fachkräften, für die die Budgets oft nicht reichen“, wird Strodt zitiert. Deshalb bleibe der FED von Fördermaßnahmen abhängig.


Etwa 180 Gäste allen Alters feierten gemeinsam das Jubiläum des Familienentlastenden Dienstes mit einem geselligen Fest. Foto: Christophorus-Werk Lingen


"Feste Stütze"

Eine feste Stütze habe der FED im Verein des Christophorus-Werkes, wie Geschäftsführer Georg Kruse laut Pressemitteilung betont: „Der Verein steht hinter dem FED und wird ihn auch weiterhin finanziell unterstützen durch Spenden und durch erwirtschaftete Eigenmittel. Ihnen allen wünsche ich weiterhin Freude bei Ihrer hervorragenden Arbeit, für die ich mich herzlich bedanke.“

Dankesworte

Elisabeth Strodt dankte ihrem Team für die Vorbereitung und Unterstützung des Festes und den angehenden Hauswirtschafterinnen aus dem Berufsbildungswerk, die den Service übernahmen. Ihr Dank geht ebenso an die Familien: „Für Ihr Vertrauen, dass wir Ihre Angehörigen betreuen und begleiten dürfen.“


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