Mario Möllering fährt Sieg ein Rasante Fahrten beim achten Ackerrennen in Bawinkel

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Beim Bawinkler Ackerrennen 2018 gaben die Teilnehmer alles, sodass der Dreck ordentlich umherwirbelte. Foto: Jessica LehbrinkBeim Bawinkler Ackerrennen 2018 gaben die Teilnehmer alles, sodass der Dreck ordentlich umherwirbelte. Foto: Jessica Lehbrink

Bawinkel. Wenn die Reifen der Wagen durchdrehen, der Dreck der Fahrbahn hochgewirbelt wird, Motoren beginnen zu qualmen und am Ende – egal ob Gewinner oder nicht - tüchtig zusammen gefeiert wird, dann hat einmal mehr das Ackerrennen des MSC Bawinkel stattgefunden. Mehr als 2000 Besucher haben sich dieses Spektakel am Samstag nicht entgehen lassen.

 „Ich drehe schon seit Stunden, hier so meine Runden. Es trommeln die Motoren, es dröhnt in meinen Ohren.“ Dieser Songtext von Herbert Grönemeyer beschreibt das Ackerrennen in Bawinkel wohl am besten. 56 Starter wagten sich am Samstag auf die Strecke, bei der es in diesem Jahr weniger kurvenreich, dafür aber rasant herging. In mehreren 20-Minuten-Rennen trieben die Teilnehmer ihre Autos zu Höchstleistungen auf der sandigen Strecke – mal erfolgreich, mal mit technischen Problemen und sogar mit einigen Überschlägen, welche die Zuschauer mitfiebern ließen. So wie Stefan Kuper.

"Weniger Kurven, mehr Tempo" lautete das Prinzip des Ackerrennens 2018 in Bawinkel. Foto: moviadled

Der eingefleischte Bawinkler und Hobby-Schrauber nahm selbst bereits sechs Mal am Ackerrennen teil. Am vergangenen Wochenende jedoch fungierte er als Rennleitung. „Es müssen ja auch Leute für das Organisatorische zuständig sein. Außerdem fehlte es mir an der nötigen Zeit“, sagte Kuper, der erst kürzlich mit einem Freund für den guten Zweck an der „Knights of the Island“ teilgenommen hatte: einer 4000 Kilometer langen Tour unter anderem durch England und Schottland.

Familiäre Atmosphäre

Was macht für ihn den Charme des Ackerrennens aus? „Dass wir hier eben nicht hochprofessionell sind. Jeder hilft jedem. Es ist einfach sehr familiär.“ Er kenne den Großteil der Teilnehmer persönlich. Insbesondere die „tolle Leistung der Ehrenamtlichen“ hebt er hervor. 13 Leute im Organisationsteam und 30 Leute des Vereins MSC hätten das Ganze möglich gemacht. Die Arbeit Hand in Hand trägt Früchte: Waren es im ersten Jahr noch 400 bis 500 Besucher, sind es laut Kuper mittlerweile 2200 bis 2300 Schaulustige.

Am Ende feiern nicht nur die Sieger: gute Stimmung herrschte am Samstag, 1. September, beim Ackerrennen in Bawinkel.Foto: Jessica Lehbrink

Einer der Fahrer war Christian Grünloh aus Haselünne. Mit seinem „Team Grünloh“ saß auch er nicht zum ersten Mal hinter dem Steuer. Um 14 Uhr starteten die ersten Rennen, bei denen es vor allem darum ging, möglichst viele Runden hinter sich zu bringen. In seinem umgebauten VW Polo schaffte Grünloh bis zum Nachmittag 48 Runden. Eine gute Leistung. Doch dann kamen die Probleme mit der Lenkung. Dennoch: Das Team schaffte es ins Finale. Schnell wurden Ersatzteile besorgt, der Flitzer wieder hergerichtet. „Das Auto läuft gut. Hoffen wir das Beste. Aber irgendetwas kann immer passieren“, kündigte der Fahrer noch vor dem Finalstart an. Einige Minuten später musste sich Grünloh geschlagen geben. Es gab erneut Probleme mit der Lenkung. Am Ende reichte es für Platz 13.

Das achte Ackerrennen in Bawinkel garantierte neben aufwirbelndem Dreck und lauten Motoren vor allem Spannung bis zum Schluss. Foto: Jessica Lehbrink

Auch wenn sich schließlich Mario Möllering (Bawinkel) über den ersten, Jan Hofschröer (Lingen) über den zweiten und  Julian Kuper (Bawinkel) über den dritten Platz freuten, geht es beim Ackerrennen offensichtlich um viel mehr als um das Siegertreppchen: Der Spaß an der Sache und die Freude auf das nächste Jahr standen vielen Teilnehmern und Besuchern ins Gesicht geschrieben, so wie Nils Gerdes. Er kommt immer wieder gerne zum Renngeschehen, trifft dort Freunde und Bekannte. „Aber Mario Möllering gönne ich den Sieg nicht“, sagt er mit einem breiten Grinsen und Augenzwinkern. In Bawinkel kennt man sich. „Er weiß, wie ich es meine“, ist sich Gerdes sicher.

Die Sieger des Ackerrennens veranstalteten bei der Ehrung eine ordentliche Sektdusche. Julian Kuper, Jan Hofschröer und Mario Möllering holten sich die Plätze drei, zwei und eins. Foto: Jessica Lehbrink



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