Großes Angebot präsentiert VHS Lingen begeistert mit der "Langen Nacht der Bildung"

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Machten den Deutsch-Test für Zuwanderer mit internationalen Häppchen schmackhaft: Alexandra Vihtelic, Hanna Krüssel und Fatemeh Azin (von links). Foto: Christiane AdamMachten den Deutsch-Test für Zuwanderer mit internationalen Häppchen schmackhaft: Alexandra Vihtelic, Hanna Krüssel und Fatemeh Azin (von links). Foto: Christiane Adam

Lingen. Die Volkshochschule Lingen (VHS) hat am Freitagabend erstmalig das Format „Lange Nacht der Bildung“ ausprobiert und damit den Geschmack der Besucher getroffen.

Jeder Raum im VHS-Forum, Zum Neuen Hafen,  präsentierte ein anderes Bildungsangebot. Zwanglos und informell konnte jedermann jedes Angebot einmal wahrnehmen. „Das Konzept lautet: einfach mal reingucken und gucken, was wir alles haben“, lud Ute Bischoff, Leiterin der VHS, die Bevölkerung ein.


Mit den Füßen ein Handtuch vom Boden greifen wie ein Schimpanse: Ute Bischoff möchte wissen, ob Annette Henckens und Birgit Priesmeyer (von links) das wohl können. Foto: Christiane Adam


Bei ihr persönlich bestand die Möglichkeit, den Workshop „Fußgesund“ mitzumachen. Eine Stunde lang informierte Bischoff über alles, was den Füßen gut Wortut. Den Teilnehmern kam dabei durchaus keine passive Rolle zu, denn angefangen von einer Fußwaschung nebst Fußabdruck sollten sie ein Handtuch mit den Zehen vom Boden aufheben („die Schimpansenkralle machen“) und mittels Bällen, Rollen etc. die Füße massieren. Annette Henckens und Birgit Priesmeyer machten eifrig mit und hatten sichtlich Spaß.

Auch plattdeutscher Kursus im Angebot

Ein Stockwerk tiefer erläuterte Erich Huesmann interessierten Zuhörern, wie er dazu kam, ab diesem Semester einen Kurs in Plattdeutsch zu unterrichten und wieso es sinnvoll ist, Plattdeutsch zu lernen bzw. aufzufrischen. „Platt ist meine eigentliche Muttersprache“, bekanntze der ehemalige Handruper Lehrer. „Allerdings ist Platt jahrelang eher niedergemacht worden als grobe, derbe Alltagssprache“, hier sei momentan aber ein Gegentrend zu verzeichnen. Deshalb würde er sich freuen, wenn sein Kurs ab dem 20. September zustande käme.


Orientierung und Hilfe beim Anmelden boten Yvonne Hölscher und Klaus Smit den Besuchern im Foyer. Foto: Christiane Adam


Anmeldungen für Kurse nahmen am Freitagabend der kaufmännische Leiter Klaus Smit und Yvonne Hölscher aus dem Bereich EDV entgegen. „Wir stehen hier, um die Gäste in Empfang zu nehmen und ihnen den Weg zu weisen, aber auch, um konkrete Kursanmeldungen anzunehmen“. Das neue Konzept der „langen Nacht der Bildung“ habe ein positives Echo erzeugt, wie Smit und seine Kolleginnen betonten.

"Fachbereichsübergreifende Präsentation sehr angenehm"

Insbesondere die Mitarbeiter der VHS empfanden die fachbereichsübergreifende Präsentation der Angebote als sehr angenehm. „In den Bereichen Gesundheit und Sprachen haben wir ähnliche offene Veranstaltungen bereits früher durchgeführt: das Bewegungsfieber beziehungsweise das Speak Dating“, erklärte Birgit Lonnemann. Deshalb sei die Idee aufgekommen, alle Bereiche einmal mit ins Boot zu nehmen und sich als VHS zu Semesterbeginn insgesamt zu präsentieren. „Für Leute, die sonst eher nicht in die VHS kommen würden oder solche, die sich nicht entscheiden können“, fügte die Leiterin des Bereichs Sprachen hinzu.


Kleine Stärkungen für zwischendrin, die Appetit auf die Kochkurse der VHS machen sollten, gab es in der Lehrküche. Foto: Christiane Adam


Erbsensuppe, Minestrone oder Avocadodip: Wer sich hierbei nicht entscheiden konnte, probierte einfach alle drei und nahm dazu noch die Rezepte mit nach Hause. In der Lehrküche bereiteten Petra Hoischen und Ann-Christin Herbers vor den Augen der Gäste Kleinigkeiten zu. Wer hier noch nicht satt wurde, konnte sich in dem Raum, in dem sich Migranten über den Deutschtest für Zuwanderer informieren konnten, zusätzlich noch ein paar exotische Snacks einverleiben. Hanna Krüssel, Alexandra Vihtelič und Fatemeh Azin versorgten die Gäste nicht nur mit Fakten, sondern auch mit Häppchen aus dem Iran, aus Polen oder eben aus Deutschland.


Die schöne neue Welt des Unterrichtens mit Hilfe eines SMART-Boards erklärte Manfred Stieneker. Foto: Christiane Adam


„Wie werde ich Deutscher?“ – unter dem Slogan konnte man sich Informationen über den Einbürgerungstest bei Volker Thiele holen. Auch mancher, der als Deutscher geboren ist, schaute mal aus Neugier vorbei, welche Fragen denn da so zu beantworten wären. Auf die Funktionsweise eines Smart-Boards ging Manfred Stieneker ein, und Daniel Hafermalz breitete das komplette Portfolio der IHK-Lehrgänge aus.

Besucher lobt Konzept

„Ich würde mir eine regelmäßige Wiederholung dieses Konzepts wünschen. Ich bin positiv überrascht, wie sich unsere Gäste für die unterschiedlichsten Bereiche interessieren“, sprach Peter Kolodzey aus, was viele Mitarbeiter in ähnlicher Form äußerten. „Mir gefällt dieses Konzept sehr gut. Man kann vieles an einem Abend ausprobieren; ich finde dieses gesamte Paket sehr schön“, bestätigte der Besucher Günter Bartling, der aus Lohne gekommen war.


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