Erstmals Titelgewinn Holthausen-Biene/Geeste ist Damenfußball-Stadtmeister

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Lingen. Die SG Holthausen-Biene/Geeste ist mit einem 2:1-Sieg über den SV Olympia Laxten neuer Damenfußball-Stadtmeister in Lingen. Die Spielerinnen vom Speicherbecken haben sich damit erstmals in die Siegerliste des seit 18 Jahren ausgetragenen Turniers eingetragen.

Im Finale der vom SuS Darme ausgerichteten Damenfußball-Stadtmeisterschaft Lingen (DFSL) ging die SG Holthausen-Biene/Geeste verdient früh in Führung. Der Laxtener Ausgleichstreffer zum 1:1 war umstritten: Nach einem Lattenschuss wehrte Torhüterin Viola Jansen den auf dem Boden aufprallenden Ball nach vorne ab. Doch der Schepsdorfer Unparteiische Max Garmann hatte den Ball aus gut 35 Metern Entfernung beim Bodenaufprall hinter der Torlinie gesehen. "Egal, wir haben gewonnen", meinte eine in der an Wembley 1966 erinnernde Szene resigniert wirkende Jansen nach dem Spiel. Trotzdem wankte ihr Team nach diesem Tor kurz und Laxten kam besser in die Partie. Diese Phase dauerte jedoch nur kurz an: Nach dem 2:1-Treffer für die Speicherbecken-Elf und deren folgender optischer Überlegenheit stand eigentlich fest, wer dieses DFSL-Finale gewinnen würde.

 SG Holthausen-Biene/Geeste spielt Qualität der Mannschaft aus

"Wir haben verdient gewonnen", war das Fazit von Klaus Bojer, Trainer der SG Holthausen-Biene/Geeste. Sein Team sei aus der ersten und zweiten Mannschaft sowie den B-Mädchen neu zusammengesetzt und auf jeden Fall stark genug für die kommende Kreisligasaison. "Obwohl wir uns im Halbfinale gegen eine geschickt verteidigende SG Darme/Schepsdorf, die die Räume eng gemacht hat, schwer getan haben, und ins Elfmeter-Schießen mussten", erklärte Bojer. Im DFSL-Finale sei dann der Raum da gewesen, um die Qualität der Mannschaft auszuspielen. Dies bestätigte Laxtens Trainer Oliver Knoche: "Im Finale waren meine Mädels einfach auf." Trotzdem habe der Turnierverlauf seine Erwartungen übertroffen, da er wegen vieler Verletzungen in der Saisonvorbereitung zur DFSL noch vier B-Mädchenspielerinnen in die Mannschaft hätte einbauen müssen.

Brögbern und SG Darme/Schepsdorf zufrieden

Nicole van der Ahe musste als Betreuerin des Titelverteidigers SV Voran Brögbern ihr Team coachen, da Trainer Karsten Reiß am Montag überraschend seinen Rücktritt erklärt hatte. "Wir haben auch ohne Trainer eine gute Mannschaftsleistung gezeigt. Weil wir nur mit 13 Spielerinnen antreten konnten, sind wir mit dem Ausgang des Turniers zufrieden", sagte van der Ahe, deren Mannschaft im Elfmeterschießen um Platz Drei gegen die gastgebende SG Darme/Schepsdorf mit 3:4 unterlag. Deren Trainer Thomas Schnieders hielt den dritten Platz seines Teams ebenfalls für in Ordnung. "Wir sind schlecht in das Turnier gestartet", bekannte Schnieders. Im Halbfinale sei dann die SG Holthausen-Biene/Geeste die klar bessere Mannschaft gewesen und habe im Elfmeterschießen das nötige, aber auch verdiente, Glück gehabt.

20 Elfmeter bis zum siebten Platz

Im Elfmeterschießen um Platz Fünf schlug die SG Bramsche den SC Baccum mit 3:2. Wenig Treffsicherheit bewiesen die Elfmeterschützinnen der SG Darme/Schepsdorf 2 und der SG Brögbern/Clusorth-Bramhar bei der Entscheidung, wer Platz Sieben der DFSL 2018 belegen würde: Insgesamt 20 Schüsse vom Punkt dauerte es, bis sich die SG Brögbern/Clusorth-Bramhar mit 4:3 durchgesetzt hatte.

Kritik am Fehlen von Politik und Verwaltung der Stadt Lingen

Als beste Torhüterin der DFSL zeichnete Darmes Vorsitzender Uwe Greiten bei der Siegerehrung Katharina Putzke von der SG Darme/Schepsdorf aus. Beste Spielerin des Turniers wurde die Laxtenerin Annsophie Krieger. Greiten dankte allen Ehrenamtlichen und Sponsoren, die diese DFSL erst ermöglicht hätten. "Allerdings bin ich enttäuscht, dass kein Vertreter aus Politik oder Verwaltung der Stadt Lingen bei der Siegerehrung anwesend war", kritisierte Greiten. Die nächste DFSL findet am 7. September 2019 in Laxten statt. 

   






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