Jahr des Kulturellen Erbes 2018 Emslandmuseum in Lingen präsentiert Schätze der Region

Meine Nachrichten

Um das Thema Lingen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Um kulturelle Schätze und das kulturelle Erbe der Region, wie hier die Darstellung von altem Brauchtum auf einer „Fensterbierscheibe“, geht es am 5. September 2018  in der Reihe „Mittwochs im Museum“. Foto: EmslandmuseumUm kulturelle Schätze und das kulturelle Erbe der Region, wie hier die Darstellung von altem Brauchtum auf einer „Fensterbierscheibe“, geht es am 5. September 2018 in der Reihe „Mittwochs im Museum“. Foto: Emslandmuseum

Lingen. Um das kulturelle Erbe geht es am Mittwoch, 5. September 2018, um 16 und 19.30 Uhr bei einer Veranstaltung der Reihe „Mittwochs im Museum“, zu der das Emslandmuseum Lingen und der Heimatverein Lingen alle Interessierten einladen.

Anhand von Beispielen aus der Region werden Begriffe wie kulturelles Erbe, Weltkulturerbe und immaterielles Kulturgut erläutert. Sie sind derzeit besonders aktuell, denn die Europäische Union hat das Jahr 2018 zum Jahr des kulturellen Erbes erklärt und damit dieses Thema in den Mittelpunkt der Kulturpolitik gelenkt.

Aktuelle Projekte

Doch was ist eigentlich alles kulturelles Erbe? Museumsleiter Dr. Andreas Eiynck erläutert den Unterschied zwischen dem Unesco-Weltkulturerbe und dem Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes. Anhand von regionalen und überregionalen Beispielen schildert er die aktuelle Diskussion um das kulturelle Erbe und seine Erhaltung. Hingewiesen wird dabei auch auf ein laufendes Projekt der Landschaft Emsland-Bentheim und der Provinz Drenthe über das Kulturerbe dies- und jenseits der Grenze, an dem viele Heimatvereine, Museen, Geschichtsinitiativen und andere Kulturträger mit unterschiedlichsten Ideen beteiligt sind.

Nicht nur Bauwerke

Auf den Begriff Weltkulturerbe trifft man meistens im Zusammenhang mit bedeutenden Monumenten wie dem Kölner Dom oder das Kloster Corvey. Aber auch kleinere Baudenkmäler zählen zum kulturellen Erbe jeder Region und selbstverständlich gehören die Kunstschätze und Exponate in den Museen und Sammlungen ebenso in diese Kategorie.

Doch was verbirgt sich hinter dem Begriff „immaterielles Kulturerbe“? Damit gemeint sind laut Unesco-Definiton Traditionen, Kenntnisse und Fertigkeiten, die nicht an ein Monument, ein Baudenkmal oder ein Museumsobjekt gebunden sind. Dies kann ein alter Brauch sein, ein traditioneller Musikstil, ein regionales Kochrezept, eine alte mündliche Überlieferung oder eine Nachbarschaftsform wie die emsländischen Hööke und Fastabende.

Auch Handwerkeskünste

Auch traditionelle Handwerkskünste, die ja immer mehr aussterben, gehören dazu und eine eigene Sparte bilden naturnahe Wirtschaftsformen und Nutzungsweisen. Sie waren früher in der traditionellen Landwirtschaft und besonders in den Moor- und Heidegebieten des Emslandes weit verbreitet. Solche Kenntnisse und Fertigkeiten sicherten der Menschheit über viele Jahrtausende das Überleben und das Wissen darum soll auch in einer technisch dominierten Welt nicht völlig untergehen.

Lokale Besonderheiten

Manche immateriellen Kulturgüter sind weltweit oder zumindest sehr weit verbreitet, andere bilden regionale oder lokale Besonderheiten, etwa die Kivelinge und ihre Kivelingsfeste, die es eben nur in Lingen gibt. Darum hat Niedersachsen sie auch für die nationale Liste des Immateriellen Kulturerbes nominiert.

Der Eintritt kostet 5 Euro, Mitglieder des Heimatvereins zahlen 3 Euro. 


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN