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30.08.2018, 17:43 Uhr MEHR ALS NUR SPORT

SSC 93 Lingen trägt zur Resozialisierung bei

Kommentar von Wilfried Roggendorf

Durch das Sportangebot soll den Inhaftierten auch die Möglichkeit einer sinnvollen Freizeitgestaltung nach der Haftentlassung aufgezeigt werden. Foto: Wilfried RoggendorfDurch das Sportangebot soll den Inhaftierten auch die Möglichkeit einer sinnvollen Freizeitgestaltung nach der Haftentlassung aufgezeigt werden. Foto: Wilfried Roggendorf

Lingen. Der Sportverein SSC 93 Lingen trägt seit 25 Jahren zur Resozialisierung der Inhaftierten in der JVA Lingen-Damaschke bei, meint unser Kommentator.

Ein eigener Sportverein für Inhaftierte – der ein oder andere wird sich darin vielleicht in seinem Vorurteil vom „Hotel JVA“ bestätigt sehen. Doch das Gegenteil ist der Fall: Ziel eines jeden Vollzugs muss auch die Resozialisierung der Inhaftierten in die Gesellschaft sein. Und dazu kann ein Sportangebot, das über Muskeltraining bei Liegestützen in der eigenen Zelle hinausgeht, viel beitragen.

Verantwortung übernehmen

Sport im Verein, auch im SSC 93, bedeutet nämlich, Verantwortung zu übernehmen – für sich, für andere und auch für die verschiedenen Sportgeräte. Gerade bei den Mannschaftssportarten kommt der Anspruch an eine gewisse Zuverlässigkeit noch hinzu. Auch die Freiwilligkeit der Mitgliedschaft und die damit verbundene Bereitschaft, einen Mitgliedsbeitrag zu zahlen, sind wichtige Aspekte für den über das sportliche Angebot weit hinausgehenden Erfolg des SSC 93.

Lob für engagierte JVA-Bedienstete

Dies alles haben engagierte Bedienstete der JVA Lingen-Damaschke vor 25 Jahren richtig erkannt. Ihnen und allen ihren ebenso engagierten Nachfolgern gebührt daher ein Lob für die Gründung und die Fortführung des SSC 93 Lingen.


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