Ortsmitte verschiebt sich Neues Nahversorgungszentrum in Lingen-Brögbern

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In Lingen-Brögbern ist im neuen Bau- und Gewerbegebiet "Lenzfeld-Ost" das Nahversorgungszentrum mit dem Netto-Markt und dem Backshop/Café der Bäckerei Köbbe offiziell eingeweiht worden. Die Stadt hat dafür im Zuge der Bundesstraße 213 Abbiegespuren und eine Ampelanlage eingerichtet. Foto: Carsten van BevernIn Lingen-Brögbern ist im neuen Bau- und Gewerbegebiet "Lenzfeld-Ost" das Nahversorgungszentrum mit dem Netto-Markt und dem Backshop/Café der Bäckerei Köbbe offiziell eingeweiht worden. Die Stadt hat dafür im Zuge der Bundesstraße 213 Abbiegespuren und eine Ampelanlage eingerichtet. Foto: Carsten van Bevern

Lingen. Das neue Nahversorgungszentrum an der B 213 in Lingen-Brögbern mit Netto-Markt und einem Backshop, Café und Back-Drive der Bäckerei Köbbe hat am Dienstag, 28. August 2018, zum ersten Mal für Kunden geöffnet. Mit 80 Gästen ist der Komplex am Tag zuvor von Pfarrer Hartmut Sinnigen eingeweiht worden.

Nach viereinhalbmonatiger Bauzeit war es am Dienstagmorgen um 5.45 Uhr soweit: Der Backshop der Bäckerei Köbbe öffnete erstmals seine Tore. Nur gut eine Stunde später betraten die ersten Kunden auch den benachbarten Netto-Markt. Investor für das gesamte Nahversorgungszentrum ist das Familienunternehmen Köbbe, welches in Brögbern seit Jahrzehnten eine Bäckerei mit einem Lebensmittelgeschäft betreibt.


Die Räume des bisherigen kleinen Lebensmittelmarktes samt Brottheke von Köbbe an der Duisenburger Straße wird künftig komplett für die Produktion genutzt. Foto: Carsten van Bevern


"Alle haben hier ihr bestes gegeben", hatte sich Seniorchef Heribert Köbbe am Vorabend bei der offiziellen Einweihung des Gebäudekomplexes bei seinen Ehrengästen bedankt. Ein Dank, welchen der Brögberner Ortsbürgermeister Ludger Ströer sogleich an den Investor zurückgab: "Wir vom Ortsrat sind froh, dass das Gebäude nach all den Planungen nun hier steht. Das haben wir nur Eurem Durchhaltewillen zu verdanken." Auch habe das Unternehmen Köbbe das bisherige Lebensmittelgeschäft an der Duisenburger Straße "sicher nur aufgrund der Verbundenheit mit dem Ort" so lange offen gehalten. in Kürze will die Bäckerei dort die Produktionsflächen erweitern.


Rund 80 Gäste kamen zur offiziellen Einweihung des Backshops Köbbe und dem benachbarten Netto-Markt in das neue Nahversorgungszentrum an der B 213 in Lingen-Brögbern. Vertreter des Bauunternehmens Gels (l.) gratulierten den Investoren der Familie Köbbe (r.) traditionell mit Salz und Brot, Lingens Oberbürgermeister Dieter Krone (3. von links) überreichte eine historische Stadtansicht. Die Handwerker hatten gemeinsam die Anbringung eines Defibrillators ermöglicht. Foto: Carsten van Bevern


Die ungewöhnlich lange Planungszeit präzisierte der Lingener Oberbürgermeister Dieter Krone: "Das war hier in den vergangenen Jahren schon eine Kraftanstrengung." Letztlich habe die Stadt die rund zehn Hektar große ehemalige Hofstelle Tauer 2012 gekauft. Entstanden sind darauf laut der Stadt 70 Grundstücke für Wohnen, gewerbliche Nutzung und Dienstleistungen und ein geplanter Dorfplatz.

"Knackpunkt" bei der Ansiedlung des Nahversorgungszentrums war laut dem Verwaltungschef die Anbindung an die B 213: "Ohne die Abbiegespuren und die Ampelanlage würde es den Backshop und Netto hier nicht geben. Und die Verhandlungen mit der zuständigen Landesbehörde waren angesichts der nur 200 Meter entfernten Ampel an der Einmündung der Duisenburger Straße recht langwierig." Letztlich waren die Verhandlungen aber erfolgreich. Bauherr des rund 400.000 Euro kostenden Anschlusses ist die Stadt, weitere 400.000 Euro muss die Stadt als "Ablösesumme" an die künftig für die Unterhaltung zuständige Landesbehörde zahlen.


In Lingen-Brögbern ist im neuen Bau- und Gewerbegebiet "Lenzfeld-Ost" das Nahversorgungszentrum mit dem Netto-Markt und dem Backshop/Café der Bäckerei Köbbe offiziell eingeweiht worden. Bei Köbbe wurde gefeiert, im Netto-Markt packten die Marktleiterin Rita Beernink (l.) und Ewelina Kopec derweil noch die letzten Regale ein. Foto: Carsten van Bevern


Und auch die zwischen 92 und 105 Euro je Quadratmeter kostenden Wohnbaugrundstücke sind von der städtischen Grundstücks- und Erschließungsgesellschaft bis auf eines inzwischen verkauft worden. Die Erschließung des Gebietes ist abgeschlossen und die Baustraße erstellt. "Sobald die derzeit vorbereiteten Schreiben vorliegen können die Bauherren dort mit dem Bau ihrer Häuser beginnen", erklärte eine Sprecherin der Stadt auf Nachfrage unserer Redaktion. 


Pastor Hartmut Sinnigen (links) weihte die Räume. Foto: Carsten van Bevern


Zu den Grundstücken für das Mischgebiet laufen derzeit die Verhandlungen. Die Ausschreibung für ein  Grundstück für den Bau eines Wohn- und Dienstleistungsgebäudes läuft laut der Stadt noch bis Ende September.  Auf diesem Grundstück soll ein zweigeschossiges Gebäude für gewerbliche Dienstleister oder auch ergänzende Nahversorgungseinrichtungen inklusive barrierefreien Wohnangeboten und einem rund 50 Quadratmeter großen multifunktionalen Raum für die Ortsverwaltung entstehen.  


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