Infos über Teilhabe Neue Beratungsstelle für Behinderte in Lingen

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Ein offenes Ohr für alle Beratungssuchenden haben v.l. Melanie Rüther und Ruth Schrewe. Foto: Sven LampeEin offenes Ohr für alle Beratungssuchenden haben v.l. Melanie Rüther und Ruth Schrewe. Foto: Sven Lampe

Lingen. In Lingen gibt es jetzt für Menschen mit Behinderungen, von Behinderung bedrohten Menschen, deren Angehörige, Lehrer und andere Betroffene eine neue Beratungsstelle. Die Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB) bietet unentgeltlich Informationen zu Rehabilitation und Teilhabe.

Die EUTB-Beratungsstelle in den Räumen des Sozialverbandes Deutschland (SoVD) in der Georgstraße 24 ist offen für Ratsuchende aus der Stadt Lingen und den weiteren Kommunen des südlichen Emslandes. Ansprechpartnerinnen des zunächst auf drei Jahre angelegten Beratungsprojektes vor Ort sind Melanie Rüther und Ruth Schrewe. Getragen wird die Beratungsstelle vom SoVD-Kreisverbandes Emsland und dem Christophorus-Werk Lingen.

"Beratung auf Augenhöhe"

Die EUTB versteht sich laut Rüther als Ergänzung und nicht als Konkurrenz zu bereits bestehenden Einrichtungen. Die Beratung sei so wie Behinderungen auch: facettenreich und individuell. Um möglichst viele Fragen beantworten zu können, stehen den beiden hauptamtlichen Beraterinnen etliche Ehrenamtliche zur Seite. Einige der Berater haben laut Rüther selbst Behinderungen, haben eigene Erfahrungen gemacht und können daher "auf Augenhöhe" mit Betroffenen reden. Eines könne und dürfe EUTB allerdings nicht leisten, betonen Rüther und Schrewe, und zwar eine Beratung in rechtlichen Fragen. Allerdings könne bei Rechtsfragen an entsprechende Fachleute weitervermittelt werden. Schrewe und Rüther gehen davon aus, dass auch die Neuerungen des Bundesteilhabegesetzes etliche Fragen aufwerfen werden.

"Bewusst niederschwellig"

Das Beratungsangebot ist laut Ruth Schrewe bewusst niederschwellig angelegt, sprich jeder kann in die Beratungsstelle kommen und sein Anliegen vorbringen, entweder zu einem vorab vereinbarten Termin oder einfach so während der Öffnungszeiten. Kostenlos für die Ratsuchenden ist das Angebot laut Ruth Schrewe obendrein. Nicht einmal eine Mitgliedschaft im SoVD sei notwendig.

"Selbstbestimmtes Leben ermöglichen"

Ziel der Beratung ist es, den Ratsuchenden ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen, in dem sie ihre Angelegenheiten selbstständig erledigen können. "Der Ratsuchende ist der Kapitän, wir die Lotsen. Er sagt uns was er braucht, wir helfen", sagt Melanie Rüther. Behörden seien auf etliche  Anliegen von Behinderten schlicht nicht eingestellt, so Ruth Schrewe.

Angebot für alle Interessierten

Angesprochen fühlen vom Angebot können sich nicht nur Menschen mit Behinderungen. Auch Menschen mit drohender Behinderung, zum Beispiel Krebspatienten, sind mit ihren Fragen willkommen. Darüber hinaus richtet sich das Angebot an Angehörige und andere Personen, die im Alltag mit Aspekten der Behinderung konfrontiert werden. Beispielsweise Lehrer, die im Zuge der Inklusion Rat brauchen.

Sprechzeiten

Geöffnet ist die EUTB Emsland-Süd montags und donnerstags von 14 bis 17 Uhr sowie dienstags und mittwochs von 9 bis 12 Uhr. Telefonisch erreichbar ist die Beratungsstelle unter 0591/80743043. Weitere Beratungsstellen im Zuge des bundesweiten EUTB-Projektes gibt es in Meppen und Aschendorf.




 




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