Applaus für das Theaterstück Viel Spaß mit „Prinzessin Horst“ im Emsbürener Fokus

Von Elisabeth Tondera

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Ein Stück zum Lachen, Mitmachen und Nachdenken hat das Theaterensemble des Kulturkreises Kirchspiel Emsbüren unter der Regie von Konrad Haller und mit Unterstützung des Vereins Kinderglück auf die Bühne gebracht. Foto: Elisabeth TonderaEin Stück zum Lachen, Mitmachen und Nachdenken hat das Theaterensemble des Kulturkreises Kirchspiel Emsbüren unter der Regie von Konrad Haller und mit Unterstützung des Vereins Kinderglück auf die Bühne gebracht. Foto: Elisabeth Tondera

to Emsbüren. Das Kindertheaterstückes „Prinzessin Horst“ wurde im Emsbürener Kulturzentrum Fokus aufgeführt. Das Theaterensemble des Kulturkreises Kirchspiel Emsbüren brachte die Geschichte von Oliver Wenniges unter der Regie von Konrad Haller aus Münster auf die Bühne und bekam riesigen Applaus .Es ist eine schlichte und tiefsinnige Geschichte, die deutlich macht, dass alles, was als naturgegeben und ein für alle Mal festgelegt scheint, infrage gestellt und verändert werden kann, ohne dass die Welt untergeht.

Horst ist kein Mädchenname und schon gar nicht ein Name für eine Prinzessin. Aber wenn der lang ersehnte Thronfolger wider Erwarten ein Mädchen geworden ist, kann der König wenigstens durch die Namensgebung seine persönliche Weltordnung zurechtrücken. Dass er damit die vertraute Zuordnung der Namen im gesamten Königreich durcheinanderbringt, hat er nicht ahnen können. Denn plötzlich beginnen alle Untertanen Mädchennamen gegen Jungennamen zu tauschen. Doch bevor das Chaos ausbricht, bekommt das Königspaar einen Sohn und gibt ihm den Namen Daniela. Das Volk zieht wieder mit, und die alte Ordnung ist fast wiederhergestellt: Es gibt männliche und weibliche Namen, nur in umgekehrter Zuordnung. Aber wen stört das? Alles funktioniert wie bisher.

Alles funktioniert.

Konrad Haller hat die lustige, im wörtlichen Sinne des Wortes verrückte Geschichte als kreativ-dynamisches Theaterstück inszeniert und lässt die Kinder nicht nur als Zuschauer das Geschehen auf der Bühne verfolgen. Sie lassen sich zwischendurch zu Fitnessübungen mitreißen und machen nach kurzem Zögern eifrig mit.

Die Inszenierung kommt mit wenigen Bühnenmitteln aus. Eine ausrollbare Stoffwand, an die die rasende Reporterin ihre Eilmeldungen pinnt, ein paar schlichte Requisiten, mehr braucht es nicht. Hier kommt es auf das Spiel an, auf das sich die vier Darstellerinnen mit unbändiger Lust und Temperament einlassen. Annette und Antje Hüsing sowie Jutta und Rebekka Marquardt laufen zur Hochform auf.

Auch in Kinderkliniken

Lachen ist die beste Medizin, und das ist bei dieser Inszenierung, die nach zwei Aufführungen in Emsbüren auf Tour geht, wörtlich gemeint. „Prinzessin Horst“ wird nicht nur in Grundschulen, sondern auch in Kinderkliniken gespielt, um die Kinder für eine halbe Stunde vom Krankenhausalltag abzulenken.

Möglich ist dies dank der Zusammenarbeit mit dem Verein Kinderglück aus Dortmund, der das Stück im Rahmen seiner Kunst- und Kulturförderung für Kinder und Jugendliche finanziell unterstützt.

Wer an einer Aufführung von „Prinzessin Horst“ interessiert ist, kann sich an das Theaterensemble Emsbüren per Email wenden: theaterensembleemsbueren@gmail.com oder an die Facebookseite: Theaterensemble Emsbüren.


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