Verleihung am 14. September um 19 Uhr Lingener Kunstpreis 2018 geht an Georgia Gardner Gray

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Die amerikanische Künstlerin Georgia Gardner Gray erhält am kommenden Freitag den Lingener Kunstpreis . Foto: Jan KhurDie amerikanische Künstlerin Georgia Gardner Gray erhält am kommenden Freitag den Lingener Kunstpreis . Foto: Jan Khur

Lingen. Alle zwei Jahre bahnt sich in der Lingener Kunstszene ein ganz besonderes Ereignis an: die Verleihung des Lingener Kunstpreises. Am Freitag, 14. September, um 19 Uhr ist es wieder einmal so weit. Verliehen wird er an Georgia Gardner Gray, eine in New York geborene Künstlerin, die heute in Berlin lebt.

Ein etablierter und renommierter Preis, der Kunstgeschichte zu schreiben vermag, zumal er nun bereits zum 23. Mal verliehen wird, berichtet Meike Behm, Direktorin der Kunsthalle Lingen. Biete dieser Preis doch jungen Künstlern ein Forum, ihre Werke nicht nur einer fachlich kompetenten Jury zu präsentieren, sondern sich auch einen Weg zu ebnen auf dem „weiten Feld der Kunst“.

Medium Malerei

Der Kunstpreis widmet sich ausschließlich dem Medium Malerei und nicht ganz ohne Stolz darf festgestellt werden, dass etliche Preisträger in ihrer weiteren künstlerischen Entwicklung international von sich Reden gemacht haben, wie unter anderem Karin Kneffel (1994), Antje Majewski (1998), Cornelius Völker (2004), Birgit Megerle (2010), Marieta Chirulescu (2014), und im Jahr 2016 Éder Oliveira.

Preisträgerin

Die Preisträgerin 2018, Georgia Gardner Gray, schloss ihr Studium der freien Kunst 2011 an der Cooper Union School for the Advancement in Science and Art ab. Ihre Arbeiten wurden aktuell im Rahmen der Statements auf der Art Basel gezeigt, präsentiert von der Wiener Galerie Croy Nielsen. Unter anderem nahm Georgia Gardner Gray an Gruppenausstellungen wie „Monday is a Day between Sunday and Tuesday“, Tanya Leighton Galerie, Berlin (2017) und New Theater: „Selected Plays“, Whitney Museum of American Art, New York (2015) teil.

Korrespondez mit Objekten

Georgia Gardner Gray arbeitet hauptsächlich im Medium Malerei, präsentiert ihre Bilder aber meistens in Korrespondenz mit Objekten. In ihren farbenreichen Werken reflektiert Georgia Gardner Gray Codes des Benehmens anhand der Charaktere auf der Leinwand und hinterfragt auf diese Weise gesellschaftliche Konventionen. Hierüber stehen ihre Arbeiten in der Tradition des klassischen Genrebildes, denn sie malt alltägliche Szenen und konfrontiert mit gegenwärtigen Lebensstilen unterschiedlicher Charaktere wie Punks, Groupies oder Straßenmusiker. Weiterhin behandelt Georgia Gardner Gray in ihren Werken Hierarchien zwischen den Geschlechtern, männliche und weibliche Laster und eigentlich feste Rollenzuweisungen. Die Künstlerin vermittelt die unkonventionelle Haltung der Bohème als beispielhaft für die aktuelle Entwicklung einer Gesellschaft, die experimentelle Lebensformen bevorzugt und mit der Ambivalenz zwischen Selbstbestimmung, Haltung und Freiheit operiert.

Zwölf Direktoren

In diesem Jahr wurden insgesamt zwölf Direktorinnen und Direktoren sowie Kuratorinnen und Kuratoren von Museen aus Deutschland, der Schweiz, Österreich und Belgien um jeweils zwei Vorschläge gebeten. Das Niveau der eingereichten Bewerbungen war erstaunlich hoch. Die Jury, bestehend aus den Mitgliedern des Freundeskreises des Lingener Kunstpreises Sigrid Hohoff, Marita Kamp und Richard Lange, sowie Eva Birkenstock (Direktorin, Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf), Kristina Szepanski (Direktorin, Kunstverein Münster) und Meike Behm (Direktorin, Kunsthalle Lingen) und als Gast Monika Schwegmann, Stadtkämmerin Lingen, ist zu dem Ergebnis gekommen, den Preis in diesem Jahr an die amerikanische Künstlerin Georgia Gardner Gray zu verleihen. Zu der Vergabe des Lingener Kunstpreises 2018 sind alle Interessierten herzlich eingeladen.


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