Treffer auf der Wilhelmshöhe Digitalisierter Schießstand in Lingen eröffnet

Von Johannes Franke

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Als Sportdezernentin gab Monika Schwegmann den ersten Schuss ab, traf ins Schwarze mit einer respektablen 8,2. Foto: Johannes FrankeAls Sportdezernentin gab Monika Schwegmann den ersten Schuss ab, traf ins Schwarze mit einer respektablen 8,2. Foto: Johannes Franke

Lingen. Im Schießsportzentrum Wilhelmshöhe in Lingen ist jetzt ein digitalisierter Schießstand offiziell in Betrieb genommen worden. Sportschützen können dort unter modernsten Bedingungen trainieren und Wettkämpfe mit dem Luftgewehr oder der Pistole austragen.

Stadtkämmerin Monika Schwegmann zeigte großes Interesse an der neuen Schießanlage und schoss mit dem Luftgewehr ins Schwarze. Mit einer 8,2 übertraf sie den Präsidenten des Sportbundes Kreis Emsland und Vizepräsidenten des Landessportbundes Niedersachsen, Michael Koop, der eine 7,8 hinlegte. Mit ruhiger Hand und sicherem Auge erzielte Stefan Wittler, Präsident vom Schützenkreis Lingen, eine 10,1.  „Wir messen hier in Zehnteln und schießen auf extrem hohem Niveau“, sagte er.

Ehrenamtliche Arbeit

Gekommen waren die Premieren-Schützen und mehrere Vereinsmitglieder, um die Schießanlage und Schusseinrichtungen nach zweimonatiger, ehrenamtlicher Arbeit offiziell zu übergeben. Lange habe man auf dieses Projekt hingearbeitet, sei nun auf dem neuesten Stand der Technik, um vor allem wettkampftauglich zu bleiben. „Ich freue mich darüber, denn das ist für den Schießsport in Lingen ein gutes Signal, das sicherlich auch den Nachwuchs anspricht“, meinte Schwegmann, gratulierte und übergab eine künstlerische Darstellung der Stadtansicht. Auch Michael Koop sieht Chancen, die Jugendarbeit attraktiver zu gestalten und mehr Sportschützen ab zwölf Jahren zu rekrutieren. „Der Schießsport in unserer Region ist ausbaufähig“, betonte er und freute sich, „dass wir bei dieser Maßnahme mitfördern konnten. Er bedankte sich für die ehrenamtliche Arbeit und überreichte eine Plakette, „die einen schönen Platz finden wird“, versprach Gregor Vogeling von den Lingener Sportschützen und 2. Vorsitzender im Förderverein.

Moderne Bedingungen

Auf der neuen elektronischen Meyton-Zieleinrichtung werde auf zehn Bahnen zwar noch mit Bleikugeln geschossen, aber elektronisch alles bewertet, erklärte Wittler. Er dankte vor allem für die ehrenamtlich geleistete Arbeit, ließ aber trotz aller Freude einen Wermutstropfen fallen. „Der Landkreis Emsland ist heute nicht hier, da er den Schießsport nicht fördert“, beklagte er. Das empfinde er als „Ungleichbehandlung“ und sei nicht gerechtfertigt. Ausdrücklich dankte er allen Sponsoren für ihren Beitrag. Die neue Anlage ist ausgestattet mit Lichtschranken, Auffangvorrichtungen, elektronischer Schussauswertung mit zehntelgenauer Messung, Zielleinrichtung, farblicher Markierung, Monitorsichtung und Ausdruckmöglichkeiten. „Die Zeit der Schnüre, Streifenschiebung und manueller Eintragung ist vorbei. Digitalisiert schießen wir nun schneller, übersichtlicher, trainieren unter modernen Wettkampfbedingungen für die Meisterschaften“, erklärte Wittler.

Junge Leute ansprechen

Der Verein erhofft sich, „junge Leute reinzubekommen“, und schießen könne man bis ins hohe Alter. Nach der Freigabe zeigten die jüngsten Schützen, wie man mit ruhiger Hand anlegt, durch Kimme und Korn eine Zehn nach der anderen trifft. Der Achtklässler Henrik vom Franziskusgymnasium schießt seit einem Jahr. „Es macht mir Spaß, den Schießsport auszuüben“, sagte er und freute sich darüber, das erste Mal auf der neuen Anlage am Wettbewerb vom Schützenkreis Lingen beim Finalschießen dabei zu sein.  


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