Langfristiger Pachtvertrag angestrebt Flugplatz Nordhorn-Lingen plant Baumaßnahmen

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Uwe Fietzek, Erster Kreisrat des Landkreises Grafschaft Bentheim, und der Vorsitzende des Luftsportrings Grenzland, Heinz-Geert Peters, stellten die Pläne und Aktivitäten am Flugplatz Nordhorn-Lingen vor. Foto: Wilfried RoggendorfUwe Fietzek, Erster Kreisrat des Landkreises Grafschaft Bentheim, und der Vorsitzende des Luftsportrings Grenzland, Heinz-Geert Peters, stellten die Pläne und Aktivitäten am Flugplatz Nordhorn-Lingen vor. Foto: Wilfried Roggendorf

Nordhorn. Am Flugplatz Nordhorn-Lingen soll die Tankstelle erweitert werden. Dies hat der Erste Kreisrat der Grafschaft Bentheim, Uwe Fietzek, jetzt beim Tag der offenen Tür am Flugplatz mitgeteilt.

Fietzek sprach dabei für die Gesellschafterversammlung der Flugplatz Nordhorn-Lingen GmbH. An der Betreibergesellschaft des Flugplatzes sind die Städte Nordhorn und Lingen sowie die Landkreise Emsland und Grafschaft Bentheim als Hauptgesellschafter beteiligt. Wie Fietzek erläuterte, laufe der Pachtvertrag für das rund 50 Hektar große Flughafengelände, das sich im Besitz der Niedersächsischen Landesforsten befinde, Ende 2018 aus. "Die Verhandlungen sind schwierig, aber wir stehen kurz vor einer Lösung mit einer moderaten Pachterhöhung", sagte Fietzek.

Langfristiger Pachtvertrag angestrebt

Das Problem bei den Verhandlungen bestehe darin, dass die Landesforsten "Normalmaßstäbe" bei der Pachthöhe anlegen würden. "Wir haben es aber nicht mit einem wirtschaftlichen Nutzer zu tun", sagte Fietzek. Es gebe schon seit Jahren keinen gewerblichen Luftverkehr mehr am Flughafen Nordhorn-Lingen. "Bei uns stehen die vier am Flughafen beheimateten Luftsportvereine im Mittelpunkt, die unter anderem eine hervorragende Jugendarbeit leisten", erläuterte Fietzek. Die Betreibergesellschaft des Flughafens strebe mit Blick auf geplante Investitionen einen langfristigen Pachtvertrag mit mindestens zehn Jahren Laufzeit an.

Neue Kunden erschließen

Eine davon ist eine Erweiterung der Tankstelle. Derzeit werde dort nur das Flugbenzin Avgas angeboten. "Aber viele Ultraleichtflieger und Flugzeuge mit einer Motorleistung von unter 180 PS nutzen heute Mogas, was dem Super Plus für Kraftfahrzeuge entspricht", erläuterte Heinz-Geert Peters, Vorsitzender des Luftsportrings Grenzland. Zudem solle der Treibstoff Jet A-1 angeboten werden. "Damit werden viele Hubschrauber betrieben", sagte Peters. So sei es beispielsweise Wunsch der Bundespolizei, am Flughafen Nordhorn-Lingen tanken zu können. "Wenn die Polizei Sucheinsätze in der Region fliegt, müssen die Maschinen bislang nach Münster oder Leer zum Nachtanken fliegen", erklärte Peters. Aber auch Hubschrauber, die Inspektionsflüge entlang Pipelines oder Stromleitungen durchführten, könnten dann am Flugplatz Nordhorn-Lingen auftanken. "Wir wollen mit der Erweiterung der Tankstelle neue Kunden erschließen und versuchen, die Kosten für die Vereinspiloten zu senken", begründete Fietzek die Pläne. Mogas sei rund 30 Cent pro Liter billiger als das derzeit angebotene Avgas.

Landkreis Emsland fördert Luftsport nicht

Peters ist generell zufrieden mit der Unterstützung der Vereine am Flugplatz durch die Betreiber. Fietzek versicherte, der Landkreis Grafschaft Bentheim werde den Flugsport nach den normalen Regeln, die es für alle Vereine im Landkreis gebe, weiterhin unterstützen. eine solche Unterstützung wünschen sich auch die Segelflieger des Luftsportvereins Lingen vom Landkreis Emsland. Doch dieser hat in seiner verwaltungsinternen Grundlage der investiven Sportförderung unter anderem den Flugsport ausdrücklich von der Förderung ausgenommen, was vom Luftsportverein Lingen bedauert wird.

Rekord bei den Flugbewegungen

"Der Tag der offenen Tür selbst ist gut verlaufen", erklärte Jesko Gravemeier, Vorsitzender der Vereinigung aktiver Piloten. Am Samstag hätten wegen des schlechten Wetters nur wenige Besucher den Flugplatz aufgesucht. "Aber am Sonntag war das Wetter gut und viele sind gekommen." Mit rund 230 Flugbewegungen habe es einen neuen Rekord für einen Tag der offenen Tür am Platz gegeben. "Darunter waren viele Maschinen von außerhalb, aber auch Rundflüge, die alle sicher verlaufen sind", sagte Gravemeier.


 


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