Thema Flüchtlinge angesprochen Heinz Rolfes jetzt Ehrenratsmitglied der Stadt Lingen

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Zum Ehrenratsmitglied der Stadt Lingen ist Heinz Rolfes (2. von links) ernannt worden. Mit ihm freuten sich (von links) Oberbürgermeister Dieter Krone, Ehefrau Margret Rolfes, Ratsvorsitzender Werner Hartke und der Ortsbürgermeister von Clusorth-Bramhar, Dieter Krieger. Foto: Ludger JungeblutZum Ehrenratsmitglied der Stadt Lingen ist Heinz Rolfes (2. von links) ernannt worden. Mit ihm freuten sich (von links) Oberbürgermeister Dieter Krone, Ehefrau Margret Rolfes, Ratsvorsitzender Werner Hartke und der Ortsbürgermeister von Clusorth-Bramhar, Dieter Krieger. Foto: Ludger Jungeblut

Lingen. Der langjährige Kommunal- und Landespolitiker Heinz Rolfes (CDU) ist zum Ehrenratsmitglied der Stadt Lingen ernannt worden. Oberbürgermeister Dieter Krone überreichte dem 71-Jährigen die Ehrenurkunde in Anerkennung seines langjährigen Engagements. Die Ratsmitglieder spendeten lang anhaltenden Beifall.

Krone bezeichnete den Christdemokraten als politisches Urgestein und verwies auf einige seiner besonderen Wegmarken. Von 1974 bis 1996 gehörte er dem Lingener Stadtrat an. Von 1985 bis 1993 leitete Rolfes die CDU-Mehrheitsfraktion. "Durch Dein Auftreten hast Du der Fraktion Profil und Anerkennung verschafft", betonte das Stadtoberhaupt. Zudem war der Fernmeldetechniker von 1972 bis 1991 Mitglied im Ortsrat Clusorth-Bramhar und danach bis 1996 kooptiertes Mitglied in diesem Gremium.

Immer die Heimatverbundenheit zum Ausdruck gebracht

Auch in seinen Funktionen als stellvertretender Landrat und als stellvertretender Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion habe der CDU-Politiker immer seine Heimatverbundenheit zum Ausdruck gebracht. "Klare Kante"  zu zeigen sei immer das Leitbild des Geehrten bei dessen politischem Wirken gewesen.  Dafür hätten ihn die Bürger immer geschätzt, auch wenn ihm diese Haltung nicht nur Freunde eingebracht habe, stellte der Oberbürgermeister fest.

Ganz praktisch eine Verbindung zu Marienberg gelegt

Für Heiterkeit sorgte in der Feierstunde eine Anekdote aus dem Jahr 1990, die Krone zum Besten gab und in der die zupackende Art von Rolfes deutlich wird. In jenem Jahr war er Teil einer Delegation, die von Lingen nach Marienberg in Sachsen reiste, um dort die ersten Kontakte zu knüpfen und die Städtepartnerschaft auf den Weg zu bringen. "Im Mittelpunkt stand dabei auch die Frage, wie man die Kommunikation zwischen unseren beiden Städten dauerhaft aufbauen kann, weshalb sich die Gruppe dazu entschied, ein Faxgerät mitzunehmen." Die Aufgabe von Rolfes war es seinerzeit, dass für DDR-Verhältnisse hochmodere Gerät ans Laufen zu bekommen, was ihm nach Stunden nervenaufreibender Arbeit schließlich auch gelang. Somit habe Rolfes ganz praktisch die Basis für die Verbindung Lingens zu Marienberg gelegt, aus der eine lebendige und gute Partnerschaft geworden sei, unterstrich Krone.

"Dem Stadtrat mit dem nötigen Respekt begegnen"

Rolfes  verriet in seinen Dankesworten, dass er ursprünglich nicht die Absicht gehegt habe, viele Jahre politisch aktiv zu sein. Er bescheinigte der Stadt eine hervorragende Entwicklung und mahnte, dem Stadtrat als oberstem Organ der Kommune  mit dem nötigen Respekt zu begegnen. Der Verwaltung komme die Aufgabe zu, in hohem Maße Dienstleister für die Bürger zu sein. Rolfes wünschte den Stadtratsmitgliedern viel Freude bei der Arbeit. "Seien Sie sicher: Lingen hat eine gute Zukunft."

Rolfes: Zuzug von Flüchtlingen positiv für die Region

Der Christdemokrat zeigte sich davon überzeugt, dass sich der Zuzug von Flüchtlingen für die Region positiv auswirken wird. "Jeder einzelne Mensch braucht seine Chance." Wer glaube, die Flüchtlingsproblematik in den Griff zu bekommen, indem er Zäune hochziehe und Rettungsaktionen verhindere, habe das Einmaleins  einer Politik, die auf dem  christlichen Menschenbild gründe, nicht begriffen. Der 71-Jährige ist weiterhin aktiv als Vorsitzender des SKM Lingen und als Kuratoriumsmitglied des Bonifatius-Hospitals.


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