Beschluss im Ausschuss Anlieger der Lingener Kolkstraße sollen für Ausbau zahlen

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Die nur provisorisch befestigte Kolkstraße in Lingen befindet sich in baulich schlechtem Zustand und soll jetzt erstmalig hergestellt werden. Hierbei werden für die Anlieger Beiträge fällig. Foto: Wilfried RoggendorfDie nur provisorisch befestigte Kolkstraße in Lingen befindet sich in baulich schlechtem Zustand und soll jetzt erstmalig hergestellt werden. Hierbei werden für die Anlieger Beiträge fällig. Foto: Wilfried Roggendorf

Lingen. Die lediglich provisorisch befestigte Kolkstraße in Lingen soll erstmalig endgültig hergestellt werden. Dass hierfür Anliegerbeiträge fällig werden, gefällt nicht jedem.

Stadtbaurat Lothar Schreinemacher erklärte in der jüngsten Sitzung des Planungs- und Bauausschusses (PBA), es gehe um ein 482 Meter langes Teilstück der Straße. Der Ausbau solle auf rund vier Meter Breite erfolgen. Geplant seien eine einseitige Rinne und LED-Beleuchtung. Zudem sollen Leerrohre für künftige Versorgungsleitungen verlegt werden. Der Stadtbaurat rechnete mit einer Bauzeit von etwa 16 Wochen und Kosten von circa 182.000 Euro. „Wir spielen aber mit dem Zeitpunkt der Ausführung, um einen möglichst günstigen Preis zu bekommen“, sagte Schreinemacher.

Schreinemacher: Beteiligung der Anlieger vertretbar

Eine Beteiligung der Anlieger sei bei der erstmaligen Herstellung vertretbar, erklärte Schreinemacher. Die Verwaltung rechne mit einem Betrag von 18 bis 20 Euro je Quadratmeter Grundstücksfläche. „Dies ist mit der Höhe anderer Erschließungsbeiträge vergleichbar“, sagte der Stadtbaurat. Die Abrechnung solle nicht vor Mitte 2020 erfolgen. Schreinemacher gab zu, dass es unglücklich sei, wenn die erstmalige Herstellung einer Straße Jahre oder Jahrzehnte nach der Bebauung geschehe. „Es ist klar, dass dies nicht nur auf Gegenliebe stößt“, äußerte Schreinemacher.

Anwohner äußert Unverständnis

Dies war auch bei einem Anwohner der Kolkstraße der Fall, der sich in der Sitzung zu Wort meldete. Er äußerte sein Unverständnis über die Art der Berechnung, die sich unter anderem nach der Grundstücksgröße und der möglichen Mehrgeschossigkeit der Gebäude dort richte. Schreinemacher erläuterte, dass andere Kriterien nicht angelegt werden könnten. Der PBA beschloss die Umsetzung der von Schreinemacher vorgestellten Ausbaupläne der Kolkstraße bei Enthaltung von Bürgernahen und FDP mehrheitlich. Die beiden Fraktionen hatten im April 2018 beantragt, die Straßenausbaubeitragssatzung aufzuheben beziehungsweise außer Kraft zu setzen und auf die Erhebung von Anliegerbeiträgen ganz zu verzichten.


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