Feierstunde im Christophorus-Werk Berufsbildungswerk Lingen verabschiedet 70 Jugendliche

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Feiern gemeinsam nach erfolgreichem Ausbildungsabschluss: Viele der Absolventinnen und Absolventen aus dem Berufsbildungswerk sind der Einladung zur offiziellen Verabschiedung gefolgt. Foto: Christophorus-WerkFeiern gemeinsam nach erfolgreichem Ausbildungsabschluss: Viele der Absolventinnen und Absolventen aus dem Berufsbildungswerk sind der Einladung zur offiziellen Verabschiedung gefolgt. Foto: Christophorus-Werk

Lingen. 70 Jugendliche aus zehn verschiedenen Ausbildungsbereichen des Berufsbildungswerkes (BBW) Lingen sind jetzt in einer Feierstunde im Christophorus-Werk verabschiedet worden.

Viele der 70 Jugendlichen waren mit ihren Eltern ins Christophorus-Werk gekommen, um Gratulationen entgegenzunehmen, Abschied zu nehmen und sich bei einem kleinen Umtrunk und Imbiss in lockerer Atmosphäre auszutauschen.

Stolz sein auf Erreichtes

Ausbildungsleiterin Svenja Schniedergers erzählte die Legende vom heiligen Christophorus. So wie er hätten auch die Jugendlichen, die im BBW ihre Ausbildung absolviert haben, eine Last auf ihren Schultern zu tragen: „Sie haben viel geleistet und viel bewältigt. Sie können stolz sein auf das Erreichte.“ Gastredner Franz Loth, Diözesan-Caritasdirektor für das Bistum Osnabrück, betonte: „Was Sie gelernt haben, kann Ihnen niemand nehmen. Gehen Sie immer weiter und lernen Sie, bis alle Finger gleich lang sind.“ Soft Skills lerne man nicht in der Uni, sondern, wenn man sich engagiert, so Loth. „Zeigen Sie Interesse an der gesellschaftlichen Entwicklung, diskutieren Sie mit und helfen Sie mit, dass unsere Demokratie erhalten bleibt.“

Selbstbewusstsein aufgebaut

Nina Reitmann, eine der Absolventinnen aus dem Bereich Ernährung und Hauswirtschaft, stand Rede und Antwort, als Klaus van Kampen, Leiter Berufliche Bildung und Arbeit im Christophorus-Werk, Fragen an sie richtete. „Ich habe während der Ausbildung mein Selbstbewusstsein aufgebaut“, erklärte sie. „Hier waren alle sehr verständnisvoll, das hat mir enorm geholfen.“ Was sie im BBW gelernt habe, habe sie in betrieblichen Praxisphasen bereits umsetzen können.

In der Berufsbildenden Schule Lingen Technik und Gestaltung eignen sich die Jugendlichen einen Großteil des theoretischen Wissens an. BBS-Schulleiter Jürgen Korte zeigte sich beeindruckt von Nina Reitmanns souveränem Auftreten und lobte die gute Kooperation zwischen Berufsschule und BBW. Dass der Schwerpunkt heute nicht einzig in der erfolgreichen Abschlussprüfung, sondern vor allem in der Vermittlung in Praktika und Arbeitsmarkt liegt, erläuterte Ausbilder Rudi Holterhus den Unterschied zu früher. Auch die Eltern wurden kurzerhand in das moderierte Gespräch einbezogen: „Was aus meiner Tochter geworden ist, ist großartig!“ äußerte Kerstin Heye, Mutter einer Absolventin, sichtlich bewegt.

Lob für besondere Leistungen

In einer unterhaltsamen, von Auszubildenden gestalteten, Präsentation mit kreativen Filmbeiträgen kamen viele weitere Beteiligte zu Wort und die Absolventen bekamen auf diesem Weg zahlreiche Glück- und Zukunftswünsche übermittelt. Van Kampen bedankte sich abschließend bei den Mitarbeitenden, den Lehrkräften und vor allem bei den Jugendlichen. Sechs Jugendliche erhielten für ihr außergewöhnliches Engagement und ihr vorbildliches Verhalten jeweils einen Scheck in Höhe von 100 Euro.

Der offizielle Teil endete, wie er begonnen hatte: mit ansprechenden Liedbeiträgen von Daniela Wilke, pädagogische Mitarbeiterin (Gitarre und Gesang), und den Auszubildenden Paul Dubilier (Gitarre und Gesang) sowie Yannis Kortmann (Percussion).


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