Schutzstreifen für Radfahrer Nordhorner Straße in Lingen-Schepsdorf wird umgestaltet

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Durch die geplante Umgestaltung der Nordhorner Straße in Lingen-Schepsdorf soll auch die Sicherheit für die Radfahrer dort erhöht werden. Foto: Jannis GövertDurch die geplante Umgestaltung der Nordhorner Straße in Lingen-Schepsdorf soll auch die Sicherheit für die Radfahrer dort erhöht werden. Foto: Jannis Gövert

Lingen. Einstimmig haben der Verkehrs- sowie der Planungs- und Bauausschuss der Stadt Lingen Pläne für die Umgestaltung der Nordhorner Straße im Ortsteil Schepsdorf beschlossen. Diskutiert wurde darüber jedoch trotzdem.

Es gehe um den rund 600 Meter langen Abschnitt von der Einmündung der Nordlohner Straße bis zur Einmündung Kiefernstraße, erläuterte Stadtbaurat Lothar Schreinemacher in einer gemeinsamen Sitzung der beiden Ausschüsse. Mehr als 10.000 Fahrzeuge würden diesen täglich befahren. Anstelle des vorhandenen Mehrzweckstreifens solle beidseitig ein Schutzstreifen für Radfahrer markiert werden. Von der Einmündung Kiefernstraße aus stadteinwärts würden die Bauminseln vergrößert und eine Mittelbepflanzung angelegt. Die Breite der Fahrspuren solle auf je 3,50 Meter verringert werden. Schreinemacher betonte, dass der Ortsrat Schepsdorf die Pläne beraten habe und der ADFC in die Planungen eingebunden gewesen sei. „Wir wollen die Maßnahme Ende 2018/Anfang 2019 umsetzen“, sagte der Stadtbaurat.

Riße: Mehr Abstand zu den Radfahrern

Schepsdorf Ortsbürgermeister Hermann Krone versicherte, dass es im Ortsrat eine breite Zustimmung für die Pläne gegeben habe und auch die Gewerbetreibenden in Schepsdorf dafür wären. Marc Riße (Bürgernahe) kritisierte, dass ein Auto im Bereich der geplanten Mittelinseln einen Radfahrer nicht mit dem nötigen Abstand überholen könne: „75 Zentimeter Abstand zum Schutzstreifen für Radfahrer kann nicht funktionieren. Wir brauchen mindestens 1,50 Meter.“ Schreinemacher versprach zu prüfen, ob die Mittelinseln statt drei Meter Breite mit 2,50 Meter Breite gebaut werden könnten. Mit einer gleichzeitigen Reduzierung der Fahrbahnbreite von 3,50 auf 3,25 Meter könne der Schutzstreifen für die Radfahrer dann breiter ausfallen.

Haberland: Deckschicht der Fahrbahn erneuern

Klaus Haberland, Leiter des Geschäftsbereichs Lingen der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, sagte, dass man über die geplanten Breiten diskutieren könne, diese aber den Vorschriften entsprechen würden. Haberland forderte eine weitergehende Sanierung der Straße: „Die ist auf und muss erneuert werden. Wir sollten im Zuge der Baumaßnahmen über eine Deckschichterneuerung nachdenken.“ Stadtbaurat Schreinemacher sagte zu, hierzu einen Vorschlag zu machen, „aber wir haben ein begrenztes Budget und müssen davon 900 Kilometer Straße unterhalten“.

Vielzahl von Aspekten im Blick

Theresia Debeerst vom ADFC begrüßte die geplante Maßnahme. Sie fragte jedoch, warum nur ein Schutzstreifen und nicht gleich ein reiner Radfahrstreifen geplant sei. Schreinemacher erklärte, dass ein Schutzstreifen von Autos überfahren werden dürfe. „Und dies ist notwendig, damit die geplanten Parkbuchten erreichbar sind“, sagte der Stadtbaurat. Margitta Hüsken (Bürgernahe) hakte nach: „Warum brauchen wir da Parkplätze? Alle Anlieger dort haben ihre eigenen.“ Es gebe Schwerpunkte, an denen die Parkplätze benötigt würden, entgegnete Schreinemacher. Die Verwaltung habe eine Vielzahl von Aspekten im Blick, nicht nur die Radfahrer. „Ich denke, wir haben einen vernünftigen Kompromiss gefunden“, sagte der Stadtbaurat.

SPD und CDU begrüßen die Planungen

Stefan Wittler (SPD) bezeichnete die Planung als nachvollziehbar: „Ich freue mich für Schepsdorf“. Hubert Neerschulte, CDU-Ratsherr und Inhaber des im betroffenen Straßenabschnitts liegenden Hotels Hubertushof, erklärte, die Straße würde durch die geplanten Maßnahmen sicherer und optisch aufgewertet.


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