Kommers, Gottesdienst und vieles mehr SV Eintracht Schepsdorf feiert sein 50-jähriges Bestehen

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pm Lingen. Mit einem Kommersabend, einem besonderen Fußballspiel sowie einem Festgottesdienst auf dem Sportgelände mit lang anhaltendem gemütlichen Ausklang hat der SV Eintracht Schepsdorf am Wochenende 17. bis 19. August 2018 sein 50-jähriges Vereinsjubiläum gefeiert.

„You’ll never walk alone“ erklang im Festzelt auf dem Sportgelände des SV Eintracht Schepsdorf, als Pfarrer Thomas Burke dort am Sonntag zu Beginn des Festgottesdienstes aus Anlass des 50-jährigen Vereinsjubiläums einzog. Die Fußballhymne passte: Unter dem Motto „Mit der Kirche am Ball bleiben“ feierten die Schepsdorfer eine heilige Messe, in der die Gemeinsamkeiten zwischen Sport und Kirche deutlich wurden. Im Sport gibt es Regeln, in der Kirche zehn Gebote. „Fairplay“, der Respekt vor dem Mitmenschen, gehören zum Sport und zur christlichen Lebensweise. Und immer wieder dranbleiben, im Training wie im Glauben, sind gefragt, machte Burke in seiner Predigt deutlich. „Jeder Mensch ist talentiert. Er muss diese Talente nur ins Spiel bringen“, betonte Burke.

Krone: Viele mit Herzblut und Inbrunst dabei

Dass beim SV Eintracht Schepsdorf viele Menschen ihre unterschiedlichen Talente einbringen, machte Lingens Oberbürgermeister Dieter Krone beim Kommersabend am Freitag deutlich: „Sie alle sind mit Herzblut und Inbrunst dabei, egal ob Sportler oder das riesige Team, was dahinter steht.“ Das Kürzel des Vereinsnamens „SVE“ stehe für „Sport, Vielfalt, Erlebnis“.

Kerk: SVE ist vorbildlich

Dies betonte auch Stefan Kerk, Referent für Inklusion und Integration des Kreissportbundes (KSB) Emsland. „Es ist vorbildlich, Menschen mit und ohne Behinderungen ohne Besonderheiten aufzunehmen“, spielte Kerk, der auch Geschäftsführer des Lingener Christophorus-Werkes ist, darauf an, dass die Eintracht als erster Verein in Niedersachsen 2012 eine Mannschaft von Spielern mit geistiger Behinderung aufgenommen hat. „Dies wird nicht auf einen Schild gehoben, sondern die Vielfalt wird gelebt“, sagte Kerk. Er deutete das Vereinskürzel „SVE“ in seinen Glückwünschen gemeinsam mit KSB-Präsident Michael Koop allerdings anders: „Sehr viel Erfolg“.

Wessels: Kann mich Werten des Vereins identifizieren

Moderiert wurde der Kommersabend, für dessen rockigen musikalischen Ausklang die inklusive Band Shit Happens des Christophorus-Werkes sorgte, vom Schepsdorfer Hardy Kloßek. Er interviewte unter anderem Torwart Stefan Wessels, den ehemaligem Schepsdorfer Jugendspieler und Champions-League-Sieger mit Bayern München. „Ich komme immer wieder gerne nach Schepsdorf. Hier läuft nicht nur Fußball, sondern auch alles, was Inklusion und Integration angeht. Deswegen kann ich mich mit den Werten des Vereins absolut identifizieren“, sagte Wessels dem Lokalfernsehen ev.1.tv nach dem Spiel einer Schepsdorfer Jubiläumsauswahl gegen die Traditionself von Schalke 04.

Gute Zusammenarbeit der Schepsdorfer Vereine

Michael Vieth, Verfasser der Vereinschronik des SV Eintracht Schepsorf, die laut Oberbürgermeister Krone in jeden Schepsdorfer Haushalt gehört, stellte im Interview mit Kloßek Forderungen an die Politik: „Es sollte möglich sein, in Schepsdorf weiteren Wohnraum zu schaffen. Dies tut allen gut, auch der Kirche.“ Denn der Nachwuchs sei das Problem bei vielen Vereinen. Wie gut die Schepsdorfer Vereine zusammenarbeiten, wurde beim Jubiläum der Eintracht deutlich: Der Schützenverein stellte am Sonntag die Bierwagenbesatzung und die Frauen der KFD stillten den Hunger und Durst der Besucher des Festwochenendes nach Kaffee und Kuchen.


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