Gast beim 50-jährigen Vereinsjubiläum Schalker Traditionself siegt in Schepsdorf mit 9:1

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Lingen. Die Traditionself des FC Schalke 04 hat gegen eine Jubiläumsauswahl des SV Eintracht Schepsdorf mit 9:1 gewonnen.

Das Spiel fand aus Anlass des 50-jährigen Bestehens der Eintracht statt. Zugleich feierte der Schepsdorfer Schalke-Fanclub „Emsköppe 04“ damit seinen zehnten Geburtstag.

Klaus Lindenberg, Vorsitzender des Schalke-Fanclubs und langjähriger Spieler in Schepsdorf, vermutete vor dem Spiel, dass die Knappen den Ball laufen lassen und die Eintracht nicht ins Spiel kommen lassen würde. Er sollte nur zur Hälfte recht behalten. Zwar spielten die Schalker ihre Überlegenheit klar aus und führten zur Pause verdient mit 4:0. Doch auch die Eintracht konnte sich bis dahin drei gute Chancen erspielen. Die größte davon vergab Sebastian Klodt-Haberland kurz vor dem Pausenpfiff.

Schespdorfer Ehrentreffer durch Lars Lindenberg

In der 59. Minute – zwischenzeitlich führte Schalke mit 7:0 – machte es der Schepsdorfer besser: Nachdem sich Klodt-Haberland auf links stark durchgesetzt hatte, legte er den Ball quer auf Lars Lindenberg, der dann keine Mühe mehr hatte, den Ball zum vielbejubelten Schepsdorfer Ehrentreffer in die Maschen des Schalker Tornetzes zu schieben. „Ich möchte mich ausdrücklich bei Sebastian für die tolle Vorarbeit und die Übersicht bedanken, den Ball noch einmal quer zu legen“, sagte Lindenberg. Der Schepsdorfer war sich bewusst, wer ihm diesen Treffer erst ermöglicht hatte. „Und morgen in der Meisterschaft treffe ich wieder das Tor nicht“, war die größte Sorge des Schepsdorfers, für den es schon etwas Besonderes war, überhaupt gegen die Schalker Traditionself mitspielen zu dürfen.

Weniger bekannte Schalker schießen die Tore

Olaf Thon, Weltmeister 1990, agierte als Schalkes Coach. „Ich habe Wade“, begründete er vor der Partie, warum er nicht selbst spielte. „Wir haben heute eine gute Mischung aus Leistung und prominenten Namen dabei“, sagte Thon. Der Blick in die Schalker Torschützenliste bestätigte dies: Aber außer Martin Max, der zweimalige Torschützenkönig der Bundesliga, der einen Treffer erzielte, fand sich dort kein sehr bekannter Name wieder. Meric und Ümit Yavuz oder der dreifache Torschütze René Lewejohann erzielten die Treffer für die Schalker Traditionself, haben aber nie Bundesliagspiel für die Knappen bestritten.

Wessels: Hätte mich früher über neun Gegentore mehr geärgert

Hinnehmen musste die Schalker Tore der ehemalige Bayern-Keeper und Champions-League-Sieger Stefan Wessels, der zwischen den Pfosten der Eintracht-Jubiläumsauswahl stand. Der einst in der Schepsdorfer Jugend spielende Torwart nahm die neun Gegentreffer sportlich: „Das heute war eine tolle Veranstaltung. Vor allem für die Kinder war das klasse. Neun Gegentore sind mir nicht egal, aber früher hätte ich mich darüber mehr geärgert.“

Schalkes Coach Thon gab nach der Partie unumwunden zu, dass der Schepsdorfer Treffer mehr als verdient war: „Die haben sich vier, fünf Chancen sauber herausgespielt“. Der Schepsdorfer Torschütze Lars Lindenberg hatte nach dem Spiel nur eine Sorge: „Ich hoffe, das wird nicht zu teuer für mich. “ Doch Vater Klaus sorgte auf Nachfrage für Beruhigung. „Das kostet zwar mindestens eine Kiste Bier, aber wenn es sein muss, übernehme ich das“, versprach der Vorsitzende der „Emsköppe“. Klaus Lindenberg war überrascht davon, wie „erschreckend stark und ehrgeizig“ die Schalker waren. „Nur dank eines starken Torwartes Stefan Wessels ist es einstellig geblieben“, war sein Fazit.


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