Erfolgreiches Jahr 2017 VHS Lingen startet mit viel Rückenwind ins Herbstprogramm

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Laden ein zur langen Nacht der Bildung und zum Stöbern im neuen VHS-Programm (von links): Stefan Altmeppen, Ute Bischoff, Klaus Smit, Daniel Hafermalz, Hanna Krüssel, Martin Lindner, Birgit Lonnemann und Eva-Maria Leuschner. Foto: Thomas PertzLaden ein zur langen Nacht der Bildung und zum Stöbern im neuen VHS-Programm (von links): Stefan Altmeppen, Ute Bischoff, Klaus Smit, Daniel Hafermalz, Hanna Krüssel, Martin Lindner, Birgit Lonnemann und Eva-Maria Leuschner. Foto: Thomas Pertz

Lingen. Für die Volkshochschule (VHS) Lingen war 2017 „das wirtschaftlich erfolgreichste Jahr seit 20 Jahren“. Darauf hat Geschäftsführerin Ute Bischoff bei der Vorstellung des Programms für das zweite Halbjahr 2018 hingewiesen. Stefan Altmeppen lobte als Vorsitzender der Gesellschafterversammlung und des Zweckverbandes der VHS die Arbeit von Bischoff und ihrem Team. Mitglieder des Zweckverbandes sind die Kommunen im südlichen Emsland.

Das aktuelle Programmheft sei ein Beispiel für die herausragende Bildungsarbeit der Volkshochschule, betonte Altmeppen. Lingens Erster Stadtrat führte dazu zwei Beispiele an: Den neuen Programmbereich „Bildung Digital“ und das erstmals so auf die Beine gestellte Veranstaltungsformat „Lange Nacht der Bildung“. Am Freitag, 31. August, wird die Weiterbildungseinrichtung im VHS-Forum ab 17 Uhr einen Abend lang einen bunten Querschnitt aus ihrem vielseitigen Programm präsentieren. Ab 22 Uhr soll ein gemeinsames „Get together“ zu interessanten Gesprächen anregen. „Mit einem solchen, ganz anderen Format wollen wir auch Menschen erreichen, die die Angebote der VHS in ihrer Vielfalt so vielleicht nicht kennen“, sagte Altmeppen.

Im vergangenen Jahr hatte die VHS insgesamt 1102 Kurse mit 12.588 Teilnehmern durchgeführt, die ihr Wissen in 40617 Unterrichtsstunden vertieften. Dazu führte die VHS 58 Lehrgänge in der beruflichen Fort- und Weiterbildung durch, an der 660 Bürger teilnahmen. „Hinter all‘ dem stehen neben unseren 20 Hauptamtlichen über 200 nebenberufliche Dozenten, die unsere Ideen mittragen und eigene Ideen einbringen“, hob Bischoff hervor. Sie sprach von einem „hohen sechsstelligen Betrag“, den die VHS als Überschuss erwirtschaften und in die Rücklage überweisen konnte. Außerdem seien rund 80000 Euro investiert worden, zum Beispiel in die Anschaffung von Mobiliar und von Smartboards, um den Anforderungen im Bereich der digitalisierten Weiterbildung gerecht zu werden.

Neue Sprachen

Was die VHS Lingen in ihrem Herbstprogramm zu bieten hat, erläuterten im einzelnen Birgit Lonnemann, Eva-Maria Leuschner, Daniel Hafermalz, Martin Lindner, Hanna Krüssel und Klaus Smit. So bietet der Sprachbereich 149 Kurse in 24 verschiedenen Sprachen an. „Erstmals findet das ‚Speak Dating‘ im Rahmen der ‚Langen Nacht der Bildung‘ statt“, erläuterte Fachbereichsleiterin Birgit Lonnemann. Als neue Sprachen sind dabei: Neugriechisch, Indonesisch und Afrikaans. Wieder im Angebot ist Kroatisch. „Mordsmäßigen“ Spaß an der englischen Sprache kann man beim Angebot „English Through Murder“ bekommen. Dort erfährt der Teilnehmer neben einer spannenden Lektüre gleichzeitig viel über Grammatik und lernt zudem Vokabeln.

„Laufen als Stresstherapie“

Eine Fülle von Angeboten hat auch der Programmbereich Gesundheit wieder parat. Eva-Maria Leuschner verwies unter anderem auf den neuen Kurs „Laufen als Stresstherapie“ auf Borkum und Entspannungstechniken, bei denen, wie beim „Lachyoga“, gute Laune besonders erwünscht ist.

Berufliche Bildung

Insgesamt 16 Lehrgänge mit IHK-Abschluss und neun mit VHS-Abschluss hat Daniel Hafermalz, Programmbereichsleiter Berufliche Bildung, im Angebot. Die VHS Lingen hat sich hier inzwischen einen bundesweit guten Ruf erarbeitet. Wie kreativ im Einzelnen vorgegangen wird, machte Hafermalz am Beispiel der Weiterbildung zum Wirtschaftsfachwirt deutlich. Der nun startende Kurs war ausgebucht, als ein Unternehmen anrief, dessen Mitarbeiter auf der Warteliste an erster Stelle stand. Ob man nicht noch etwas machen könne. Hafermalz konnte: Er besorgte für den Kursraum etwas kleinere Tische, sodass noch ein weiterer dazugestellt werden konnte.

Angebote zum Thema Digitalisierung

Kreativität ist auch erforderlich, um das Thema Digitalisierung als neues Geschäftsfeld beim Bildungsträger zu verwurzeln. Verantwortlich für den Programmbereich ist Martin Lindner. Der Literaturwissenschaftler beschäftigt sich seit Langem mit den Folgen und Herausforderungen der Digitalisierung auf den Bereich der Fort- und Weiterbildung. Konkrete Kursergebnisse finden sich im aktuellen Herbstprogramm der VHS wieder. Dazu gehört die Entwicklung von „Cloud-Kompetenzen“ ebenso wie die Vermittlung von Einsteigerwissen: „Wie bewege ich mich im Netz wie ein Fisch im Wasser?“, heißt so ein Angebot. Digitale Bildung müsse, so Lindner, in die Breite gehen: „Welche Kompetenzen brauchen Leute, um sich in der digitalisierten Welt zurechtzufinden?“

Im Fachbereich Integration bei der VHS Lingen engagiert sich Hanna Krüssel. Sie verwies auf verschiedene Integrationskruse, Sprach- und Alphabetisierungskurse. Die VHS helfe außerdem bei der Antragsstellung. Im Blick hat die Bildungseinrichtung bei den Geflüchteten auch den schulischen Bereich. Wie Geschäftsführerin Bischoff erläuterte, hat die VHS einen Antrag gestellt für einen Kurs zur Erlangung des Hauptschulabschlusses für diesen Personenkreis.

Das gedruckte Programmheft der VHS kann kostenlos in vielen Geschäften, Banken, Sparkassen, weiteren Dienstleistern und öffentlichen Einrichtungen in der Region mitgenommen werden. Online steht es auf der Homepage www.vhs-lingen.de zur Verfügung. Das Team der VHS berät zudem per Telefon und zu den Öffnungszeiten. Auf Wunsch wird das Programm kostenfrei zugesandt. „Wir wollen Lust auf Bildung machen“, betonte Klaus Smit.

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