Mit Walter nach Edinburgh Duo spendet nach Rallye 5520 Euro an Lingener Kinderschutzbund

Meine Nachrichten

Um das Thema Lingen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

5520 Euro haben Stefan Kuper (rotes T-Shirt, rechts) und Philipp Barenkamp (rotes T-Shirt, links) für den Kinderschutzbund in Lingen gesammelt. Sie nahmen mit ihrem 31 Jahre alten Audi an einer Charity-Rallye teil. Foto: Jessica Lehbrink5520 Euro haben Stefan Kuper (rotes T-Shirt, rechts) und Philipp Barenkamp (rotes T-Shirt, links) für den Kinderschutzbund in Lingen gesammelt. Sie nahmen mit ihrem 31 Jahre alten Audi an einer Charity-Rallye teil. Foto: Jessica Lehbrink

Lingen. Nicht nur Sprit verjagen, sondern auch noch etwas Gutes tun: Das ist für Stefan Kuper aus Bawinkel und Philipp Barenkamp aus Lingen die Motivation gewesen, an der Charity-Rallye „Knights of the Island“ 2018 teilzunehmen. Zusammengekommen sind 5520 Euro, die nun dem Kinderschutzbund Lingen übergeben worden sind.

„Emsgineering“ nennt sich das Team Kuper und Barenkamp. Beide sind Hobbyschrauber. Schon öfter haben die beiden darüber geredet, einmal an einer Rallye teilzunehmen. Dass dabei der gute Zweck im Vordergrund steht, machte es den beiden Freunden noch leichter, endlich den Schritt zu wagen. Sie entschieden sich für die „Knights of the Island“: eine 4000 Kilometer lange Tour von Belgien, durch England, Schottland und zum Ziel in den Niederlanden. Alles in ihrem Audi Coupé GT, den sie liebevoll Walter nennen. (Weiterlesen: Mit Walter für den Kinderschutzbund von Lingen nach Edingburgh)

Weit über dem Minimum

Nie hätten sie gedacht, dass so viel Geld zusammenkommt – und das recht schnell. Als Minimum für den Spendenertrag pro Team werden laut den Regeln der Charity-Rallye 500 Euro angegeben. Kuper und Barenkamp ließen ihre Kontakte spielen. Sie rührten die Werbetrommel, veranstalteten einen Frühschoppen und fragten bei Unternehmen an: mit Erfolg. „Schon nach einer Woche hatten wir 1000 Euro zusammen. Dann steckten wir uns das Ziel von 2000 Euro“, sagt Kuper. Auch diese Grenze war schnell überschritten. Allein beim Frühschoppen kamen 1500 Euro zusammen.

Leere Portemonnaies

Am Ende sind es nun 5520 Euro geworden, die das Team Emsgineering eins zu eins dem Kinderschutzbund übergeben hat. „Damit waren wir das Team mit der höchsten Spendensumme“, sagt Barenkamp sichtlich stolz. Jegliche Kosten der Rallye wie Benzin, Verpflegung und anderes haben die Emsländer aus ihren eigenen Portemonnaies bezahlt. „Die waren am Ende ganz schön leer“, erzählt Kuper lachend. Aber es hat sich gelohnt. Nicht nur das Geld für den guten Zweck, sondern auch viele unbezahlbare Erlebnisse und Erfahrungen nehmen die Freunde nach ihrer Fahrt mit Walter mit in die Heimat.

Walter ließ sie nicht im Stich

Amüsiert erzählen die Männer von einigen Aufgaben, die sie während der Rallye erfüllen sollten. Das Verrückteste war wohl, ein Schaf in Schottland einzufangen, es hinter das Steuer des Wagens zu setzen und davon ein Foto zu machen. „Das war unmöglich“, meint Kuper. Selbst in vereinter Aktion mit anderen Teams schafften sie es nicht, hatten dafür aber sehr viel Spaß.

Außerdem hatten sie eine Menge unterschiedlicher Ersatzteile in ihrem Auto dabei. Sie selbst brauchten sie nicht, dafür aber andere Teams. Darunter war auch ein Lichtmaschinenregler, den Kuper und Barenkamp bereitwillig in einen Porsche einbauten. Ihr Walter hat sie aber nicht im Stich gelassen. „Nur die Stoßdämpfer sind komplett hinüber“, sagt der Lingener. Nicht verwunderlich, denn „abseits der Autobahnen fahren“ war angesagt. Diese wie auch Navigationsgeräte waren nicht erlaubt. Sie halfen sich lediglich mit Straßenkarten.

„Eine tolle Summe“

275.000 Kilometer hat der Audi nun auf dem Zähler. Dass er noch eine Rallye schafft, davon sind Kuper und Barenkamp überzeugt. Sie überlegen schon jetzt, im nächsten Jahr erneut teilzunehmen. „Dann aber mit weniger Ersatzteilen“, sind sich die Emsländer einig. Die hätten zu viel Platz weggenommen.

Weshalb sie sich für eine Spende an den Kinderschutzbund Lingen entschieden haben? „Wir wollten etwas Soziales machen und außerdem, dass das Geld in Lingen bleibt. Dabei sind wir dann relativ schnell über den Kinderschutzbund gestolpert“, berichtet Kuper. „Es sollte einfach nicht eine der gängigen großen Organisationen werden“, fügt Barenkamp hinzu.

„Es ist eine tolle Summe zusammengekommen“, sagt Heiner Rohoff, Zweiter Vorsitzender des Lingener Kinderschutzbundes, der den Erzählungen der Abenteurer belustigt lauschte. Er bedankte sich im Namen der Mitarbeiter, der Leitung und des Vorstandes herzlich bei Stefan Kuper und Philipp Barenkamp für deren Einsatz.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN