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15.08.2018, 16:25 Uhr KOMMENTAR

Rosemeyer-Museum: Bewegung ist da, aber Pro und Kontra bleiben

Kommentar von Carsten van Bevern

Am 17. Juli 1937 wird der aus Lingen stammende Autorennfahrer Bernd Rosemeyer als noch amtierender Europameister des Jahres 1936 auf dem Lingener Marktplatz (zu diesem Zeitpunkt Adolf-Hitler-Platz) empfangen. Foto: Archiv LiesenAm 17. Juli 1937 wird der aus Lingen stammende Autorennfahrer Bernd Rosemeyer als noch amtierender Europameister des Jahres 1936 auf dem Lingener Marktplatz (zu diesem Zeitpunkt Adolf-Hitler-Platz) empfangen. Foto: Archiv Liesen

Lingen. Chefsache im Rathaus und in der CDU-Mehrheitsfraktion ist das Thema Rosemeyer-Museum in Lingen nicht, meint der Kommentator.

Zum ersten Mal konnten Bürger öffentlich mit einem offiziellen Vertreter und Gegnern des geplanten Rosemeyer-Museums über Pro und Kontra diskutieren. Gut 50 nutzten diese Chance und beteiligten sich auch über die Aufzeichnung der Sendung hinaus rege an der Diskussion. Der Abend hat gezeigt, dass die Einrichtung des Museums weiter kontrovers gesehen wird.

Bei der Stadtverwaltung und der Mehrheitsfraktion im Rat ist das Museum aber offensichtlich immer noch keine Chefsache: Oberbürgermeister Krone schickte seinen Vertreter, und aus der CDU nutzte niemand die Chance, sich aus erster Hand zu informieren.

Gut ist, dass der OB nun nach Vorlage des Museumskonzeptes plant, dieses im Rat öffentlich vorstellen zu lassen. Mehr als ein Jahr nach der Ablehnung des Museums im elfköpfigen Verwaltungsausschuss und einer fragwürdigen E-Mail-Umfrage zur Einbeziehung aller 43 Ratsmitglieder ist dies auch überfällig. Vor allem nach Hinzuziehung dieses Kurators, dem laufenden Verfahren zur Installierung eines hochrangig besetzten Beirates und der Erarbeitung des Konzeptes.

Pro und Kontra werden bleiben. Dieses Projekt verdient eine kritische, aber vor allem eine intensivere Beschäftigung auch außerhalb der Fachkreise.


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