Ein Bild von Wilfried Roggendorf
14.08.2018, 17:54 Uhr BEI LINGENER JOHANNESSCHULE

Fehler zugeben zeugt von Größe

Kommentar von Wilfried Roggendorf

Das Dach der Turnhalle an der Johannesschule in Lingen ist im Januar 2017 eingestürzt. Foto: RoggendorfDas Dach der Turnhalle an der Johannesschule in Lingen ist im Januar 2017 eingestürzt. Foto: Roggendorf

Lingen. Für die Verzögerungen bei der Reparatur der Turnhalle der Johannesschule Lingen kann der Stadtbaurat nichts. Und er zeigt Größe, weil er Fehler bei der Kommunikation zugibt, meint unser Kommentator.

Die Verzögerungen bei der Reparatur der Turnhalle der Lingener Johannesschule können Stadtbaurat Lothar Schreinemacher und seinem Team kaum angelastet werden. Was soll er denn machen, wenn es auf eine Ausschreibung kein einziges Angebot gibt? Wenn Firmen trotz einer Zusage einfach nicht termingerecht kommen? Diesen Firmen den Auftrag entziehen? Dann müssten neue Firmen gefunden werden, was bei dem aktuellen Bauboom schwierig und zeitaufwendig ist – und zu weiteren Verzögerungen geführt hätte.

Eines muss der Stadtbaurat sich jedoch vorwerfen lassen: Zu lange nach dem Prinzip Hoffnung verfahren zu sein, was den Zeitpunkt der Fertigstellung angeht. Dass die Reparatur zum Ende der Sommerferien nicht beendet sein könnte, hätte der Schulleitung viel früher mitgeteilt werden sollen. Aber Einsicht ist ja bekanntlich der erste Weg zur Besserung. Und diese Einsicht hat Lothar Schreinemacher. Dass der Stadtbaurat den Fehler bei der Kommunikation offen zugibt, zeugt von Größe.


Der Artikel zum Kommentar

Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN