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14.08.2018, 15:26 Uhr

Den ersten Schritt machen

Kommentar von Thomas Pertz

22 unbesetzte Schulleitungsstellen gibt es zurzeit im Emsland. Foto: dpa22 unbesetzte Schulleitungsstellen gibt es zurzeit im Emsland. Foto: dpa

Lingen. Es ist gut, wenn sich Initiativen wie das Netzwerk Schulleitungen mit Unterstützung des Landkreises Emsland Gedanken machen, wie die freien Leitungsstellen besetzt werden können, meint der Kommentator.

Eine gute Lehrerin ist nicht automatisch eine gute Schulleiterin. Für den Mann im Lehrerzimmer gilt das ebenso. Eine Klasse zu führen ist etwas anderes als ein Kollegium. Aber vielleicht haben beide das Zeug und die Lust dazu, treten beim Entscheidungsprozess aber auf der Stelle.

Sie sind die idealen Kandidaten für die Fortbildungsreihe „Schule leiten“. Der zweiten Auflage ist ebenfalls Erfolg zu wünschen. Die Bildungsregion Emsland braucht dringend schulformübergreifend Führungskräfte. Dass es zum Beispiel Grundschulen gibt, die sich die kommissarische Rektorin teilen müssen, ist kein Zustand, an den man sich gewöhnen sollte.

Gut also, wenn sich Initiativen wie das Netzwerk Schulleitungen mit Unterstützung des Kreises Gedanken machen, wie die Situation verbessert werden kann. Den ersten Schritt, sich für die Fortbildung anzumelden, müssen aber die Lehrer selbst machen.

Nicht jeder wird danach weitere Schritte folgen lassen wollen. Aber es wird eben auch solche geben, die sich wie die heutige Schepsdorfer Rektorin Claudia Terstiege am Ende der Reihe bestätigt gefühlt haben, sich für eine Leitungsstelle zu bewerben. Die Entscheidung hat ihr gutgetan. Und ihrer Schule auch.


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