Feier zum Heimathaus-Jubiläum „Neue Mitte“ von Schepsdorf wird 25 Jahre alt

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Lingen. Mit einer Jubiläumsfeier ist jetzt das 25-jährige Bestehen des Heimathauses Schepsdorf gewürdigt worden.

„Wie können wir die noch vorhandenen Quellen, die Materialien und das Wissen von Zeitzeugen zur wechselvollen und bewegten Schepsdorfer Geschichte für die nachfolgenden Generationen dokumentieren, sichern und zugänglich machen.“ Dieses waren nach Darstellung von Zeitzeuge Heiner Pott wesentliche Motive für den Bau des Heimathauses vor 25 Jahren. In der Festrede anlässlich der Jubiläumsfeier konnte der ehemalige Lingener Oberbürgermeister und Staatssekretär als Schepsdorfer Jung‘ viel aus eigener Kenntnis und eigenem Erleben berichten.

Fundus zur Schepsdorfer Geschichte

Genau an dieser Stelle sei er aufgewachsen, hier habe er gespielt und auch Streiche gespielt, erinnerte sich Festredner Heiner Pott an seine Kinder- und Jugendzeit im „Zentrum“ von Schepsdorf. Außer der Kirche und ein paar Häusern sei nur wenig Infrastruktur vorhanden gewesen. Mit dem Wachstum der Stadt Lingen sei auch Schepsdorf in den vergangenen 50 Jahren unaufhörlich gewachsen. Viele neue Baugebiete seien entstanden und sorgten für einen erheblichen Bevölkerungszuwachs. Das Dorfbild habe sich rasant und nachhaltig verändert, betonte Pott. Viele Zugezogene engagierten sich in den Vereinen und belebten das Dorfleben. Sie beklagten ebenso wie Einheimische das Fehlen eines Fundus‘ zur Schepsdorfer Geschichte. Das noch vorhandene Wissen Alteingesessener war nicht dokumentiert und drohte verloren zu gehen.

„Eine neue Mitte“

Mit dem Bau des Heimathauses hätten die Gründungsmitglieder des Heimatvereins Schepsdorf gleich mehrere Ziele verfolgt. Dort sollten auch Räume für Ortsratssitzungen, für Bürgersprechstunden oder für Zusammenkünfte von örtlichen Vereinen, insbesondere für Veranstaltungen des Heimatvereins vorgesehen werden. Mit dem Bau des Heimathauses habe Schepsdorf aus städtebaulicher Sicht eine neue Mitte erhalten. Für ihn ganz persönlich sei die Erkenntnis von besonderer Bedeutung, dass es mit dem Bau des Heimathauses gelungen sei, den Schatz der Geschichte des Dorfes Schepsdorf zu heben, zu sichern und weiterzugeben.

Anerkennung

Anerkennung für die Arbeit des Heimatvereins zollte Lingens Erster Bürgermeister Heinz Tellmann. Er wies beispielhaft auf die besondere Note der Hollandgänger-Ausstellung hin. In Grußworten würdigten zudem Ortsbürgermeister Hermann Krone und Bert Eisele als Sprecher des Dachverbandes der Heimatvereine im Lingener Land das Engagement von Wilhelm Terhorst und seinen Mitstreitern. Im Anschluss an den offiziellen Teil wurde den vielen Besuchern ein attraktives Rahmenprogramm mit Information, Tanz, Musik, historischen Darbietungen und Speisen nach alten Rezepten geboten.

Ökumenischer Familiengottesdienst

Eröffnet worden war die Jubiläumsfeier mit einem ökumenischen Familiengottesdienst. Dazu begrüßte der Vorsitzende Wilhelm Terhorst Pastor Paul Meißner von der Kreuzkirchengemeinde, Diakon Ulrich Lehmann von St. Bonifatius sowie die Kinderschola. Vor 25 Jahren war das Heimathaus ebenfalls mit einem ökumenischen Gottesdienstes eingeweiht worden. „Heute wollen wir in diesem Sinne Dank sagen, dass in den 25 Jahren nichts passiert ist, wir von Unfällen oder sonstigen Schäden verschont geblieben sind“, betonte der Vorsitzende. Pastor Meißner hatte zur Predigt seinen Freund, den Raben Julius mitgebracht. Gemeinsam mit den Kindern erarbeitete das ungleiche Paar die Bedeutung des Nestes für den Vogel und des Hauses für den Menschen bis hin zum Heimathaus.


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