Auftritt in München ? Neues Projekt für Kinder im TPZ Lingen: „Wie wild“

Von Caroline Theiling-Brauhardt

Das neue Projekt „Wie Wild“ des TPZ Lingen beginnt am 24. August. Foto: Caroline TheilingDas neue Projekt „Wie Wild“ des TPZ Lingen beginnt am 24. August. Foto: Caroline Theiling

Lingen. „Wie wild“ heißt das neue Projekt im TPZ, das nach den Sommerferien startet und im Juli 2019 mit der Teilnahme am „Rampenlichter Tanz- und Theaterfestival“ in München seinen Höhepunkt finden soll.

„Wir wollen Kindern, die mehr wollen, die mehr gefordert und gefördert werden möchten, eine Plattform bieten“, erklärte TPZ-Leiter Nils Hanraets im Gespräch mit der Redaktion, der sich wünscht dieses Konzept am TPZ zu etablieren.

Das Projekt richtet sich an Mädchen und Jungen im Alter von acht von zwölf Jahren, die bereits Erfahrung in Tanz, Theater oder Zirkus gemacht haben. „Die maximale Teilnehmerzahl sollte zwölf nicht überschreiten“, betonte Nicole Amsbeck, die dieses Projekt leitet. Die Fachdozentin für Theater hatte schon die künstlerische Verantwortung für die Eröffnungsperformance des Welt-Kindertheater-Festes (WKT) Ende Juni.

Ihre Idee ist, gemeinsam mit den Kindern ein Stück zu entwickeln. Das Thema ist vorgegeben. Inspiriert wurde Nicole Amsbeck durch den Kinderbuchklassiker „Wo die wilden Kerle wohnen“ von Maurice Sendak und dem Drehbuch von Dave Eggers, in dem die Hauptfigur Max allerlei erlebt. „Wir werden wie wild Material entdecken, erforschen und bearbeiten, Ideen entwickeln, spinnen und verändern. Wir werden wie wild all diese Dinge zusammenpacken und formen bis wir am Ende ein Stück auf die Beine gestellt haben“, ist sie optimistisch, an die WKT-Erfahrungen anknüpfen zu können. Dabei sollen die Kinder herausfinden, wie weit kann ein Abenteuer gehen, wann gehen Sicherheit und Verantwortung vor.

Wer seine wilde Seite noch nicht entdeckt hat, kann einem Kennenlernen-Tag am Samstag, 25. August, auf die Suche gehen. In einem eintägigen Workshop lernt die Gruppe die Arbeitsweise der Regisseurin kennen und erfährt, was sie von August bis Juli erwartet. Amsbeck hat sich bewusst für einen langen Workshop entschieden. „So lerne ich die Kids und ihre Arbeitshaltung kennen und beobachte, wie sie als Ensemble zusammenspielen.“ In der letzten Stunde des ganztägigen Workshops gibt es dann für die Eltern noch die Möglichkeit, Fragen zu klären. Erst danach entscheiden Eltern und Kinder, ob sie dabei sein wollen und die Regisseurin wählt schließlich aus, wer dabei sein darf.

Das Projekt wird anschließend in regelmäßigen Terminen immer freitags von 16 bis 18 Uhr stattfinden mit Blockprobenwochen in den Osterferien sowie kurz vor dem Festival. Die Annahme durch das Rampenlichter Festival ist dabei Voraussetzung; die Gruppe bewirbt sich mit ihrer Idee für das gemeinsame Stück im Dezember 2018.

Weitere Infos zum Projekt, zur Festivalteilnahme und zu den Kosten unter gibt es unter www.tpzlingen.de, bei Nicole Amsbeck unter nicole.amsbeck@tpzlingen.de oder unter 0591-91663-33.

Der Tag zum Kennenlernen findet am Samstag 25. August, von 11 bis 18 Uhr in der Werkstattbühne an der Bernardstraße statt. Wer dabei mitmachen möchte, muss sich bis 20. August angemeldet haben.


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