Rundgang mit dem Stadtbaurat In Lingen stehen einige Veränderungen an

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Über die Pläne zur Umgestaltung des Lingener Bahnhofs informierte Stadtbaurat Lothar Schreinemacher während eines Stadtrundgangs. Foto: Caroline TheilingÜber die Pläne zur Umgestaltung des Lingener Bahnhofs informierte Stadtbaurat Lothar Schreinemacher während eines Stadtrundgangs. Foto: Caroline Theiling

Lingen . In Lingen tut sich was. Bei einem Rundgang durch die Lingener Innenstadt berichtete Stadtbaurat Lothar Schreinemacher über mittel- und langfristige Pläne und Projekte innerhalb der Stadt. Mehr als 20 Interessierte waren der Einladung von Stadt und Heimatverein gefolgt.

Hermann Stallo vom Vorstand des Heimatvereins freute sich, mit Lothar Schreinemacher jemanden begrüßen zu können, der nicht, wie sonst beim Heimatverein üblich, die Historie in den Mittelpunkt stellt, sondern über aktuelle Entwicklungen berichtet.

Einen ersten Halt machte die Gruppe beim Kreisverkehr am Pferdemarkt. In der Dreiecksfläche, die von der Bahn, der Bernd-Rosemeyer-Straße und der Burgstraße begrenzt wird, möchte die Stadt gerne eine Projektentwicklung anstoßen, erklärte Schreinemacher. Es handle sich um eine Fläche von rund 9000 Quadratmetern. Dafür müsse zunächst in der kommenden Sitzung des Planungs- und Bauausschusses am 15. August eine Vorverkaufsrechtssatzung auf den Weg gebracht werden, um bei einem eventuellen Verkauf die Grundstücke für die Stadt zu sichern. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass nur das Gebäude Bernd-Rosemeyer-Straße 4 ein Baudenkmal sei, andere Gebäude seien jedoch als ortsbildprägend einzustufen.

Neues Medienhaus

Ein kleines Stück weiter gegenüber der Tanzgalerie Lorenz, die zurzeit umfangreich erweitert, wird ein Medienzentrum entstehen. „Wir sind sehr froh, dass die NOZ hier investiert“, erklärte der Stadtbaurat. Neben den Büroräumen sollen in dem dreigeschossigen Gebäude auch einige Wohnungen entstehen. Parkmöglichkeiten werden in einer Tiefgarage und oberirdisch zu finden sein. Bereits in diesem Herbst werde mit den Abrissarbeiten der jetzt noch stehenden Gebäude begonnen.

Planungen zum Bahnhof

Auch über die Umgestaltung des Lingener Bahnhofs wurde informiert. Es sei ein „wunderbares Projekt“ sagte Schreinemacher, dessen Umsetzung frühestens Ende 2019 starten werde. Bevor hier mit den Arbeiten begonnen werden könne, müssten die Planungen weiter fortgeschritten sein. Beispielsweise müsse ein Pächter für die vorgesehene Gastronomie gefunden werden.

Poller sollen Autos aus der Fußgängerzone halten

Zustimmung erntete der Stadtbaurat für die Ankündigung, automatische Poller an den Zufahrtsstraßen zur Fußgängerzone zu errichten. „Wir haben die Nase voll“, so Schreinemacher. Manche Autofahrer würden hier zu jeder Tages- und Nachtzeit durchfahren.

Strukturelle Veränderungen

Die Veränderungen in der Burgstraße waren ein weiteres Thema des Rundganges. Hier mache sich der strukturelle Wandel bemerkbar. Noch in den 70er Jahren seien hier Autos durchgefahren. „Heute gibt es zwar weniger Einzelhandel, dafür aber mehr Aufenthaltsqualität“, sagte er und verwies beispielsweise auf das gut ausgelastete Burghotel, das früher einmal eine Fleischerei war.

Weiteres Ziel war das Berning-Grundstück gegenüber der Stadtbibliothek, für das es bereits 2015 einen Architektenwettbewerb gegeben hatte. Doch das Vorhaben wurde unter anderem wegen der Umgestaltung des Möbelhauses zurückgestellt.

Besondere Herausforderung

Eine besondere Herausforderung sieht der Stadtbaurat darin, ein Gesamtkonzept für die westliche Innenstadt zu entwickeln. Dazu gehörten unter anderem die Bereiche Sturmstraße, Elisabethstraße, Am Wall Süd sowie der Parkplatz der ehemaligen Hochschule.

Veränderungspläne der Sparkasse

Abschließend gab es für die Gruppe noch Informationen zu den Veränderungsplänen der Sparkasse am Marktplatz. Dabei sei es Sache des Geldinstituts mit Investoren zu verhandeln. Schreinemacher würde sich wünschen, im unteren Bereich einige Einzelhändler anzusiedeln, um den Marktplatz noch mehr zu beleben. „So ein großer Platz ist sicher schön für große Veranstaltungen, aber es ist doch ein relativ weiter Weg zur Großen Straße, den man durch Geschäfte attraktiver machen könnte.“


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