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10.08.2018, 17:36 Uhr 50 MILLIONEN-BAUPROJEKT

Viel Dynamik am BP-Standort Lingen

Kommentar von Thomas Pertz

Bei der Großrevision im letzten Jahr (von links): Betriebsratsvorsitzender Stefan Möller, Sebastian Schulte, verantwortlich für die Arbeitssicherheit und Raffinerieleiter Bernhard Niemeyer-Pilgrim. Foto: Thomas PertzBei der Großrevision im letzten Jahr (von links): Betriebsratsvorsitzender Stefan Möller, Sebastian Schulte, verantwortlich für die Arbeitssicherheit und Raffinerieleiter Bernhard Niemeyer-Pilgrim. Foto: Thomas Pertz

Lingen. Raffinerieleiter Bernhard Niemeyer-Pilgrim verkörpert die Aufbruchstimmung der BP am Standort Lingen, meint der Kommentator.

Wer nur ‚klein‘ denkt, der kann auch nichts Großes schaffen. Was so nach einem Kalenderspruch zum Abreißen klingt, kann Bernhard Niemeyer-Pilgrim in der Praxis belegen. Der Raffinerieleiter in Lingen steht durch die Art und Weise, wie er das Neubauprojekt an der Waldstraße vorantreibt, für die Dynamik, die die BP dort entfaltet.

Niemeyer-Pilgrim fördert Eigenverantwortung in einem festgesetzten Rahmen. Mark Driever ist ein gutes Beispiel. Beim Bau der zentralen Messwarte war er stellvertretender Leiter, auf der aktuellen Baustelle ist der Ingenieur aus Thuine Projektleiter. Weil er es kann – und weil Driever das Vertrauen der Raffinerieführung hat. Durch eigenständiges Arbeiten im Team kann sich Fachwissen entfalten, das nicht durch Hierarchieebenen ausgebremst wird.

Das gemeinsame Ziel aller Beschäftigten in der Raffinerie ist es, noch einen Tick besser zu sein als die Konkurrenz. Diese Prinzipien sind dem Mutterkonzern in London nicht verborgen geblieben, auch nicht das gute Zusammenspiel zwischen der kleinsten BP-Tochter und der Stadt, in der sie angesiedelt ist. Deshalb wird in Lingen eine Vision in die Tat umgesetzt – und nicht an einem anderen BP-Standort.

Niemeyer-Pilgrim ist übrigens während der Arbeit mit einem Jackett ebenso anzutreffen wie im Blaumann der Ölwerker. Daran wird sich auch nichts ändern, wenn die „Open-Space“-Büros fertig sind. Die führen nämlich kein Eigenleben, sondern sind und bleiben ein Teil der Raffinerie.


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