Altteilelager bleibt Be Turbo verlagert Firmensitz von Lingen nach Rheine

Von Mike Röser

In Rheine wurde Be-Turbo-Geschäftsführer Mark Timmermeister (2. von links) begrüßt von Manfred Janssen (Entwicklungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft), Bürgermeister Peter Lüttmann und Investor Rüdiger Schuma (von links). Foto: Stadt RheineIn Rheine wurde Be-Turbo-Geschäftsführer Mark Timmermeister (2. von links) begrüßt von Manfred Janssen (Entwicklungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft), Bürgermeister Peter Lüttmann und Investor Rüdiger Schuma (von links). Foto: Stadt Rheine

Lingen/Rheine. Der größte Fachhändler für Turbolader in Europa möchte die Be Turbo GmbH werden – allerdings nicht mehr vom Firmensitz Lingen aus: Das zur Sercoo-Group gehörende Unternehmen hat diesen zur Mitte des Jahres 2018 emsaufwärts nach Rheine verlagert; und mit ihm 30 Arbeitsplätze. In Lingen bleibt ein Altteilelager erhalten.

An der Friedrich-Ebert-Straße gegenüber dem abgerissenen Schlachthof hatte Be Turbo zuvor sein Domizil; in direkter Nachbarschaft zu den Unternehmen Deutsche Turbo und Bücker + Essing, die ebenfalls beide zur Sercoo Group gehören. Hinter dieser wiederrum steht die Investmentgesellschaft Deutsche Private Equity (DPE) mit Sitz in München.

Be Turbo hatte Gebäude gemietet, die der Firma Kampmann gehören. Diese jedoch benötigte die Flächen nun selbst. „Wir hatten keine Möglichkeit, uns vor Ort zu verbessern“, sagte Mark Timmermeister, Geschäftsführer von Be Turbo, im Gespräch mit unserer Redaktion.

Enger Zeitrahmen

Innerhalb Lingens habe es keine passenden Flächen gegeben, auch da mache sich die gute wirtschaftliche Entwicklung der Stadt bemerkbar. „Bei uns musste es jedoch schnell gehen, unser Zeitrahmen war begrenzt“, erklärte Timmermeister. Ein Investor habe sich dann für den Standort Rheine mit Rüdiger Schuma gefunden, der an der Daimlerstraße im Gewerbe- und Industriegebiet Rheine-Nord, in unmittelbarer Nachbarschaft der für schnelle Transportwege wichtigen A 30, ein „maßgeschneidertes und modernes Gebäude mit modernster Technik erstellt“ hat, wie aus einer Pressemitteilung der Stadt Rheine anlässlich eines Firmenbesuches des Bürgermeisters von Rheine, Peter Lüttmann, hervorgeht.

Auf Wachstum ausgelegt

Dorthin verlagert Be Turbo nicht nur 30 zuvor in Lingen beheimatete Arbeitsplätze, sondern hat nun auch die räumlichen Voraussetzungen, um mehr Personal einzustellen. Auch die Lagerkapazitäten sind den Angaben zufolge verdreifacht worden. Aus Sicht des Unternehmens ist genau das auch notwendig: Der Spezialist und Großhändler für Turbolader bedient ein breites Produktportfolio; entsprechende Turbolader sind lieferbar für Autos, alle Nutzfahrzeuge bis hin zum Schiff oder Blockheizkraftwerk. 7500 verschiedene Turbolader und passendes Zubehör sind es laut Unternehmen. Die Tendenz sei steigend, monatlich kommen etwa 100 neue Artikelnummern hinzu. Damit sei die Be Turbo GmbH Deutschlands größter Fachhändler, so Timmermeister. Trotz aufkommender und zunehmender Elektromotoren befinde sich der Markt im stetigen Wachstum. Auch bei Hybridmotoren kämen Turbolader zum Einsatz. Mittelfristiges Ziel von Be Turbo sei es, größter Fachhändler Europas zu werden.

Gebrauchte Turbolader werden aufbereitet

Ganz verabschiedet sich Be Turbo jedoch nicht aus Lingen: Neben den Schwesterfirmen Deutsche Turbo und Bücker + Essing bleibt auch das Altteilelager mit zwei Mitarbeitern an der Friedrich-Ebert-Straße erhalten. Dort sind in Zahlung genommene Turbolader untergebracht und werden aufbereitet.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN