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Hellena Gerdzen ist Rektorin Neue Kapitänin am Ruder der Grundschule Schepsdorf

<em>Hellena Gerdzen</em> (links) wurde von Rita Feldkamp offiziell in ihr Amt als Rektorin eingeführt. Foto: Wilfried RoggendorfHellena Gerdzen (links) wurde von Rita Feldkamp offiziell in ihr Amt als Rektorin eingeführt. Foto: Wilfried Roggendorf

Lingen. Hellena Gerdzen ist neue Rektorin der Grundschule Schepsdorf. Rita Feldkamp hat im Auftrag der Landesschulbehörde die 30-Jährige, die bereits seit August in Schepsdorf tätig ist, in ihr Amt eingeführt.

„Sie wollen Verantwortung übernehmen und haben sich aus vollem Herzen für die Grundschule Schepsdorf entschieden“, wandte sie sich an die neue Rektorin. In deren Verantwortung liege jetzt die Weiterentwicklung der Schulqualität.

Claudia Terstiege spielte für das Schulpersonal auf die ursprüngliche Bedeutung „Schiffsdorf“ des Namens Schepsdorf an. „Eine neue Kapitänin hat das Ruder übernommen, um die Schule durch stürmische Zeiten zu führen“. Inklusion und Ganztagsschule nannte Terstiege als Beispiel für die „Stürme“. Nach mehreren Schulleiterwechseln in den letzten Jahren hoffte Terstiege, dass Gerdzen „nicht das Rettungsboot nehmen werde“.

Vertreter der Eltern, des Fördervereins, der Kirchen, des Schulverbandes und des Ortsrates boten Gerdzen Unterstützung bei ihrer neuen Aufgabe an. Der Lingener Erste Stadtrat Ralf Büring bezeichnete Gerdzen als eine „starke Persönlichkeit“, die über hervorragende Qualifikationen verfüge. Ihre Lehramtsprüfung hat Gerdzen laut Feldkamp an der Gesamtschule Emsland mit der Note 1,0 abgeschlossen. „Das Einzige, was die Grundschule Schepsdorf noch brauchen könnte, sind mehr Schüler“, so Büring.

Pfarrer Franz Bernhard Lanvermeyer hatte für dieses Problem gleich zwei Lösungsvorschläge. „Ich vertraue auf die große Klugheit der Stadt, die das Einzugsgebiet entsprechend ändern kann“, meinte der Geistliche. Und Gerdzen riet er, mit ihren Kindern nach Schepsdorf zu ziehen. „Das ist die beste Grundlage zum Erhalt Ihres Arbeitsplatzes“.

Umsetzen wird Gerdzen, die vor ihrem Lehramtsstudium in Münster und Vechta Automobilkauffrau gelernt hat, den Vorschlag nicht. Die noch kinderlose gebürtige Meppenerin baut derzeit ein Haus in Varloh. In ihrem Amt als Rektorin hat sie sich ein Ziel gesetzt. Alle an der Schule Beteiligten sollten zu einer Mannschaft zusammenwachsen. Dass alle Beteiligten auch Erwartungen hegen, ist ganz im Sinne der neuen Rektorin. „Ich begreife Erwartungen als Aufgabe.“


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