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07.08.2018, 18:47 Uhr KOMMENTAR

Zu Fahrradkontrollen in Lingen: Überzogen gehandelt

Kommentar von Thomas Pertz

Das Thema Radfahren in der Lingener Innenstadt wird kontrovers diskutiert. Foto: Wilfried RoggendorfDas Thema Radfahren in der Lingener Innenstadt wird kontrovers diskutiert. Foto: Wilfried Roggendorf

Lingen. Überzogen reagiert hat die Stadt Lingen bei den Fahrradkontrollen in der Lingener Fußgängerzone, meint der Kommentator.

Dass manche Radfahrer in der Lingener Innenstadt Fußgänger tagsüber als Slalomstangen benutzen, ist sicherlich ein Ärgernis. Und diese verstärkt auf ihr verbotenes Handeln hinzuweisen, ist auch richtig. Dass aber Eltern von Kleinkindern, die mit ihrem Rädchen in der Fußgängerzone unterwegs sind, von Politessen der Verwaltung belehrt werden, obwohl sie nichts falsch machen, ist einfach nur peinlich. „Puky-Gate“ in Lingen – Werbung für eine familienfreundliche Stadt sieht anders aus.

Das überzogene Handeln steht beispielhaft für viel Aktionismus in der Stadt beim seit Jahren kontrovers diskutierten Thema „Radfahren in der Fußgängerzone“. Immer mal wieder hat es solche Kontrollen gegeben, geändert hat sich am Ende nicht allzu viel.

Die Verengung des Blickwinkels auf das Verhalten einiger unbelehrbarer Radfahrer in der City verdrängt in der Wahrnehmung mindestens so ärgerliche andere verkehrliche Baustellen in der Lingener Innenstadt. Die Radwegeführung an einigen Stellen und zu wenig bezahlbare Dauerparkplätze für Arbeitnehmer sind zwei Beispiele und Probleme. Ein Kind auf einem Puky-Fahrrad in der Fußgängerzone ist keins.


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