Universitätsplatz „rappelvoll“ Lingener Weinlaube musikalisch und kulinarisch gelungen

Von Johannes Franke


Lingen. Wenn Kulinarisches und Kulturelles an zwei herrlichen Sommerabenden in geselliger Atmosphäre auf dem Universitätsplatz miteinander verbunden werden, dann kann die 19. „Lingener Weinlaube“ nur vortrefflich gelingen. Unter den illuminierten Bäumen, eingerahmt vom Professorenhaus, der ehemaligen Lateinschule und der Kreuzkirche bot die Weinlauben-Kulisse den Besuchern gemütliche und entspannte Stunden.

Schwungvoll eröffnete das Damen-Sextett „Cherry On The Cake“ das Programm und ließ mit der erquickenden Bühnenpräsenz ihr musikalisches Entertainment zu einer echten Augen- und Ohrenweide werden. Ob Cha-Cha-Cha, Boogie-Woogie, Walzer, Tango, Foxtrott oder Charleston: Die unvergesslichen Gassenhauer von den Comedian Harmonists, George Gershwin und vielen anderen Komponisten waren spritzig arrangiert und entführten in die goldenen Zeiten unsterblicher Evergreens.

Professionelle Damenband

Das war schon künstlerische Unterhaltung vom Feinsten, was diese professionelle Damenband in ihren leuchtenden Kostümen auf den Instrumenten wie Saxofon, Klarinette, Klavier, Akkordeon, Schlagzeug und Tuba mit ihrem bemerkenswerten Sound mit Groove-Garantie zwei Stunden boten. „Das ist Wohlfühlmusik in einer ganz besonderen Atmosphäre auf Lingens schönstem Platz“, sind sich Manfred und Melanie Möheken aus Lingen mit ihren Freunden aus Sögel und Niederlangen einig. „Wir kommen jedes Jahr zu diesem ganz besonderen Fest, das in diesem Jahr auch aufgrund des Supersommers ein anziehendes Flair ausstrahlt.“

Besucher jeden Alters

So wie die sechs Freunde sehen es auch die zahlreichen Besucher jeglichen Alters, die bereits ab 19 Uhr an beiden Abenden den geschmückten Platz füllen. Es ist wohl nicht nur die große Auswahl an Weinen mit den dazu passenden Speisen. Nein, die „Lingener Weinlaube“ besticht auch durch ihr vielfältiges musikalisches Angebot, was die Besucher aus der gesamten Region anzieht und unaufdringlich die harmonischen Abende begleitet.

Lauter Sound nicht gefragt

Für groovende Funk-, Soul-, Pop- und Rockrhythmen sorgte die Gruppe „Groove Center“ mit ihrem vollfetten Sound. Sechs Profimusiker, die einheizen wollten, aber übertriebene Lautstärke war bei den meisten nicht gefragt. Mit einem Mix aus instrumentaler Klassik, smoothem Jazz, Soul, Pop und Musical-Songs unterhielt das Duo „Klazzical Note“ mit dem Geiger Felix Hammer und Tobias Bako am Keyboard. Für die Weinlaube vollmundig abgerundet ihnen zur Seite der Sänger und Percussionist Eike Kumbrink. Ein bestens unterhaltendes Trio, dass trotz oder wegen der einfühlsamen Musik die ersten Tanzpaare vor die Bühne lockte.

Selfmade-Instrumente

Das gelang anschließend auch dem niederländisch-deutschen Trio „Herbert H. Herbert“ um den Mundharmonika-Virtuosen Heino Sluet aus Gildehaus. Mit Akustikgitarren, selfmade-Instrumenten wie Oprauzel und Styrola, Harmonica und Teetopf schufen sie ganz eigene Klangräume, mal liedhaft, mal bluesig oder meditativ. Der Stadt Lingen und weiteren Mitveranstaltern, unter anderem das Café Augusto des Theaterpädagogischen Zentrums ist es wieder gelungen, die Gäste der Weinlaube mit zwei harmonisch reizvollen Abend zu beglücken, die in guter Erinnerung bleiben mit dem Fazit: „Das gibt‘ nicht nur einmal, das kommt im nächsten Jahr zum 20. Mal wieder.“


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