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02.08.2018, 17:55 Uhr KEINE ANARCHIE AUF ZWEI RÄDERN

Lingener Radfahrer müssen sich an die Regeln halten

Kommentar von Wilfried Roggendorf

Soll das Radfahren in der Lingener Innenstadt erlaubt werden? Darüber kann man diskutieren, aber entscheiden muss der Stadtrat. Foto: Wilfried RoggendorfSoll das Radfahren in der Lingener Innenstadt erlaubt werden? Darüber kann man diskutieren, aber entscheiden muss der Stadtrat. Foto: Wilfried Roggendorf

Lingen . Die Radfahrer in Lingen müssen sich an die geltenden Regeln und Verbote halten. Daher sind Kontrollen und Verwarngelder der richtige Weg, meint unser Kommentator.

Das Zusammenleben in einem Rechtsstaat ist an die Einhaltung von Regeln gebunden. Und diese können nicht durch vielfache Missachtung einfach außer Kraft gesetzt werden, sondern nur durch demokratische Beschlüsse. Wer gegen die Regeln verstößt, muss die Folgen tragen.

Dies gilt auch für das Miteinander der verschiedenen Verkehrsteilnehmer in Lingen. Wer verbotenerweise in der Fußgängerzone Rad fährt oder sich als Radfahrer in der Stadt nicht an die Straßenverkehrsordnung hält, muss mit einer gebührenpflichtigen Verwarnung rechnen. Daher sind die angekündigten verstärkten Kontrollen von Polizei und Stadt zu begrüßen.

Über Vorschläge zu einer teilweisen oder gar kompletten Öffnung der Lingener Fußgängerzone für den Radverkehr kann diskutiert werden. Es gibt durchaus Argumente sowohl dafür als auch dagegen.

Doch diese Frage haben nicht die Fahrer auf zwei Reifen zu entscheiden. Sie können und sollen selbstverständlich mitdiskutieren. Die demokratische Entscheidung ist jedoch dem Stadtrat vorbehalten.

Solange das Radfahren in der Fußgängerzone verboten ist, haben sich alle daran zu halten. Sonst herrscht Anarchie auf zwei Rädern.


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