„Mögliches Gefahrenpotenzial“ Seniorenvertretung gegen Öffnung der Lingener Fußgängerzone für Radverkehr

Soll die Burgstraße zumindest teilweise für den Radverkehr freigegeben werden? Die Seniorenvertretung der Stadt Lingen ist dagegen. Foto: Wilfried RoggendorfSoll die Burgstraße zumindest teilweise für den Radverkehr freigegeben werden? Die Seniorenvertretung der Stadt Lingen ist dagegen. Foto: Wilfried Roggendorf

Lingen. In der letzten Vorstandssitzung der Seniorenvertretung der Stadt Lingen haben sich die Mitglieder mit dem Vorschlag der teilweisen Öffnung der Burgstraße für den Radverkehr beschäftigt. Die Mitglieder sehen in der Öffnung ein großes Gefahrenpotenzial. Das geht aus einer Pressemitteilung der Seniorenvertretung hervor.

Der Radverkehr in der Fußgängerzone rufe große Unsicherheit bis hin zu Ängsten bei älteren Personen und Kindern hervor. Deshalb forderte Johannes Ripperda: „Eine Fußgängerzone muss ein verlässlicher Freiraum für flanierende Personen und Rollator- und Rollstuhlfahrer sein, damit diese sich ungestört durch Fahrräder und Autoverkehr in der Innenstadt bewegen können.“ Das Argument, man könne Zeit sparen, sei hier nicht angebracht, da es nur wenige Minuten dauere, um von einer der Zufahrtsstraßen der Fußgängerzone auf den Marktplatz zu kommen.

Mit der Öffnung legitimiere man zunächst das verbotene Radfahren, auch im gesperrten Rest der Fußgängerzone. Wenn erst eine Straße geöffnet wird, werden die anderen Bereiche mit Recht eine weitergehende Öffnung verlangen, befürchtet die Seniorenvertretung. „In der Vergangenheit haben die Bürgerinnen und Bürger lange dafür gekämpft, eine Fußgängerzone in Lingen zu bekommen“, führte Ingrid Hermes an. „Warum will man diese heute aufgeben?“

Um das Radfahren in der Fußgängerzone zu unterbinden, sei es wichtig, Überzeugungsarbeit bei denen zu leisten, die dieses Verbot ignorieren. Auch eine höhere Strafe für das Radfahren in der Fußgängerzone könne hier manchen zu einer anderen Einstellung bringen.


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