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01.08.2018, 17:47 Uhr KOMMENTAR

Azubis und Arbeitgeber: Beide sind gefordert

Kommentar von Thomas Pertz

Ein Auszubildender beim Gasschweißen. Am 1. August hat das neue Ausbildungsjahr begonnen.Ein Auszubildender beim Gasschweißen. Am 1. August hat das neue Ausbildungsjahr begonnen.

Lingen. Die Ausbildungsbetriebe müssen ihre Bereitschaft erhöhen, auch die Jugendlichen zum Vorstellungsgespräch einzuladen, deren Bewerbungsschreiben sonst eher in der „Ablage P“ wie Papierkorb verschwindet. Ein Kommentar zum Beginn des neuen Ausbildungsjahres.

Der erste Schritt ins Erwerbsleben: Nicht nur den neuen Auszubildenden der BP in Lingen wird der 1. August 2018 in Erinnerung bleiben. Eine Berufsausbildung ist zwar nicht alles im Leben, aber sie gehört dazu, gibt dem Tag ein Gerüst, sie formuliert Ziele und macht Wünsche erfüllbar. Jedenfalls für die meisten jungen Leute, denn nicht bei allen passen der Berufswunsch und die Zahl der freien Lehrstellen oder die eigenen Fähigkeiten zusammen. Hier hilft ein Blick auf alternative Ausbildungsmöglichkeiten und das Feilen an der eigenen Qualifikation.

Und auf der Arbeitgeberseite? Dort bleiben auch im neuen Ausbildungsjahr viele Wünsche unerfüllt und Stellen unbesetzt. Das bedeutet dreierlei. Erstens: Der Wettbewerb um die besten Köpfe wird sich eher noch verschärfen. Zweitens: Die Betriebe müssen ihre Bereitschaft erhöhen, auch die Jugendlichen zum Vorstellungsgespräch einzuladen, deren Bewerbungsschreiben sonst eher in der „Ablage P“ wie Papierkorb verschwindet. Auch ein „Spätstarter“ kann zum Glücksgriff in der Firma werden. Und drittens: Die Unternehmen sollten noch stärker die Vielfalt ihrer beruflichen Möglichkeiten transparent machen – über mehr Praktika und Kontakte in den Schulen. Im eigenen Interesse und im Interesse der jungen Leute.


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