Am 1. August Erster Ausbildungstag für 19 junge Leute bei der BP in Lingen

Von Thomas Pertz

Am Mittwoch hatten die 19 neuen Auszubildenden der BP in Lingen ihren ersten Arbeitstag. Links im Bild Ausbildungsleiter Volker Suresch. Foto: Thomas PertzAm Mittwoch hatten die 19 neuen Auszubildenden der BP in Lingen ihren ersten Arbeitstag. Links im Bild Ausbildungsleiter Volker Suresch. Foto: Thomas Pertz

Lingen. Für 19 junge Leute war am Mittwoch erster Arbeitstag bei der BP in Lingen: Ihre Ausbildung in verschiedenen Berufszweigen hat am 1. August 2018 begonnen.

Eine Mischung aus Neugierde, Aufmerksamkeit, aber auch Anspannung steht in den Gesichtern der 19 neuen Azubis geschrieben, die am Mittwoch im Inforaum der Raffinerie Volker Suresch gegenübersitzen. Aber der erfahrene Personalleiter der BP in Lingen macht es ihnen leicht. Locker führt Suresch in diesen ersten Arbeitstag ein, sagt aber auch in aller Deutlichkeit, worauf es der Raffinerie ankommt: auf einen respektvollen Umgang miteinander in der Belegschaft, auf Teamarbeit und Leistungsbereitschaft. Dahinter steht nach seinen Worten nicht automatisch die Erwartung, Spitzennoten abliefern zu müssen. „Es geht uns um den bestmöglichen Einsatz für ein bestmögliches Ergebnis“, betont Suresch.

Überwiegend aus der Region

Unter den 19 Auszubildenden, die überwiegend aus der Region kommen, machen elf eine Ausbildung zum Chemikanten. Weitere Berufsbilder sind der Elektroniker für Betriebstechnik beziehungsweise Automatisierungstechnik, der Industriemechaniker und die dualen Studiengänge zum Bachelor of Engineering in der Chemischen Verfahrenstechnik beziehungsweise Elektrotechnik. Der Studienanteil erfolgt auf dem Campus Lingen. Zwei der drei Studierenden haben zuvor bereits eine Ausbildung bei der BP in Lingen gemacht.

Einführungswochen

An diesem ersten Ausbildungstag stellt Suresch ihnen den Ablauf der Einführungswochen in der Raffinerie vor, die den August fast komplett ausfüllen. Zuvor lernen die 19 die große Industrieanlage in Holthausen-Biene kennen, aber natürlich auch die anderen Auszubildenden, die schon länger dort sind. Bei einem gemeinsamen Grillen zum Beispiel auf dem Laxtener Sportplatz. Alle neuen Azubis aus den einzelnen BP-Standorten in Deutschland treffen sich demnächst am Biggesee bei Attendorn in NRW. Auch dort geht es um „Teambuilding“, dann eben in größerem Maßstab.

„Zahl der Bewerbungen ist erheblich“

Einen Fachkräftemangel spüre BP nicht, „die Zahl der Bewerbungen ist erheblich“, sagt Suresch. Der Stolz darauf, bei der BP in Lingen einen Ausbildungsplatz bekommen zu haben, ist Gereon Pieper, Simon Kötter, Vanessa Drees, Anne Schwegmann und Lars Jeurink im Gespräch mit der Redaktion anzusehen. Aber sie haben auch eine Menge mitgebracht, um die Zusage zu bekommen: gute Schulabschlüsse sowie Interesse an Naturwissenschaften und Technik.

„BP war mein Favorit“

Pieper kommt aus Lohne, hat nach der Realschule (Friedensschule) am Beruflichen Gymnasium Technik in Lingen Abitur gemacht und wird Industriemechaniker. „Der Metallbereich hat mich immer schon interessiert“, sagt er. Bei Simon Kötter war es mehr die Elektronik. „BP war mein Favorit“, berichtet der Harener. Er hatte mehrere Zusagen und freut sich nun auf die Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik. In den Naturwissenschaften gut aufgehoben fühlen sich Vanessa Drees aus Twist, die Schepsdorferin Anne Schwegmann und Lars Jeurink, der in Füchtenfeld wohnt, einem Ortsteil von Wietmarschen.

Vanessa Drees hatte Chemie als Leistungskursfach auf dem Marianum in Meppen, ebenso wie Lars Jeurink, der auf dem Franziskusgymnasium in Lingen sein Abi gemacht hat. Chemie mit Handwerk zu verbinden, das wolle sie ganz gerne, betont Drees. „Chemie war auch mein Schwerpunkt in der Schule, außerdem der Wunsch, etwas Praktisches zu machen“, erklärt Jeurink. Infos „aus erster Hand“ über den Beruf hatte er übrigens von seinem Bruder Björn, der bei BASF in Ludwigshafen den Beruf des Chemikanten erlernt hat und dort weiterhin arbeitet.

Informationen über die Raffinerie in Lingen hatte Anne Schwegmann ebenfalls genug, denn ihr Bruder arbeitet dort als Elektroniker für Betriebstechnik. Sie nimmt ein duales Studium bei der BP auf, den Bachelor of Engineering mit Schwerpunkt Chemische Verfahrenstechnik im Blick, aber auch die praktische Arbeit in der Raffinerie.

Bis es so weit ist, ist es für die neuen Auszubildenden aber noch ein paar Tage hin. Ab dem 27. August, wenn die Einführungswochen beendet sind, nehmen die 19 ihre jeweiligen beruflichen Fachrichtungen fest in den Blick.

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