Debüt von Patricia Kotte gelungen Florian Stein gewinnt Open-Air-Poetry-Slam in Lingen

Sieger beim Open-Air-Poetry-Slam im Koschinski in Lingen wurde Florian Stein aus Bochum. Foto: Jens KotallaSieger beim Open-Air-Poetry-Slam im Koschinski in Lingen wurde Florian Stein aus Bochum. Foto: Jens Kotalla

Lingen. Bei dem hochsommerlichen Wetter haben mehr als 100 Gäste im Lingener Lokal Koschinski einen Poetry-Slam als Open-Air Veranstaltung erlebt. Sieger wurde Florian Stein aus Bochum. Eine gute Leistung zeigte auch Patricia Kotte aus Lingen bei ihrem ersten Auftritt auf einer Slam-Bühne.

Das Los entschied, dass Malte Küppers aus Duisburg als Erster an die Reihe kam. Der gelernte Sozialarbeiter berichtete auf humoristische Weise vom Alltag als Schulsozialarbeiter. Das Publikum bedankte sich dafür mit großem Applaus und einer guten Wertung auf dem „schlimmsten aller Startplätze“.

Erinnerungen wachgerufen

Nach ihm trat der Berliner Piet Weber ans Mikro. Seine Geschichten aus dem Leben fanden viel Anklang und so mancher Zuhörer mochte sich an eigene Erfahrungen erinnern, doch am Ende reichte es nicht für das Finale.

Mit Hesse ins Finale

Florian Stein aus Bochum hatte den Radioactive-Slam bereits in der Vergangenheit gewonnen. Dieses Mal sinnierte er über künstliche Intelligenz und gab Hermann Hesse in einer Talk-Show die Chance, sich mit der Welt zu versöhnen und landete verdient im Finale.

Junges Talent

Das erste Mal auf einer Slam-Bühne stand die 18-jährige Patricia Kotte aus Lingen. Die tragische Lyrik über den Selbstmord ihres Protagonisten ging zwar unter die Haut, doch gegen die erfahrene Konkurrenz reichte es nicht aus. Dennoch darf man gespannt auf das sein, was von diesem jungen Talent noch hören sein wird.

Weltbilder auf den Kopf gestellt

Als letzten Starter holte das Publikum lautstark Sven Hensel auf die Bretter. Der performance-starke Poet aus Bochum brachte ein so buntes Feuerwerk auf die Bühne, dass das Publikum in Staunen versetzt wurde. Mit jedem einzelnen Wort wurde eine Schublade geöffnet und ausgeschüttet, Weltbilder auf den Kopf gestellt – im positiven Sinne.

Spannendes Finale

Im Finale lieferten sich die Kontrahenten Florian Stein und Sven Hensel ein ausgeglichenes Wortgefecht. Hensel vertiefte seine vorherigen Ausführungen und beeindruckte weiterhin mit explosiver Perfomance-Kunst, während Stein mit seinem „Lebenslauf“ Ober-, Mittel- und Unterschicht persiflierte und sich mit dieser detailreichen Betrachtung über das Leben und Sterben den lautesten Applaus des Abends sicherte.

Nächster Slam am 27. September

Der nächste Poetry-Slam findet am 27. September im Alten Schlachthof statt. Tickets im Vorverkauf sind ab sofort auf www.alterschlachthof.de erhältlich.


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