Melanie Kuipers stellt aus Kunst im Psychologischen Beratungszentrum Lingen

Von Caroline Theiling-Brauhardt


Lingen. Bilder der Meppener Künstlerin Melanie Kuipers sind zurzeit im Psychologischen Beratungszentrum in Lingen an der Bernd-Rosemeyer-Straße 5 zu sehen.

„Ich hatte Arbeiten von Frau Kuipers in der Wintergalerie in Lingen gesehen und war überzeugt, dass ihre Bilder gut zu uns passen,“ erklärte Herbert Krone, der als systemischer Familientherapeut in der Einrichtung arbeitet bei einem Rundgang. In diesen Räumen finden seit 2009 regelmäßig Ausstellungen statt. „Jetzt ist es schon die 17.“, freut sich Krone über die wechselnden Präsentationen.

„Crossmedial“

In den Fluren und im Wartebereich von Erdgeschoss und erstem Obergeschoss werden die Werke der 42-jährigen Meppenerin gezeigt. Dabei lässt sich die Künstlerin weder auf Größe, noch auf eine bestimmte Technik oder konkrete Motive festlegen. „Ich arbeite crossmedial“, lacht die Künstlerin, die beispielsweise wasservermalbare Pastellkreiden mit Aquarellfarbe kombiniert. „Manche Illustrationen werden aber auch erst gezeichnet und danach coloriert“, erklärt sie eine weitere Vorgehensweise.

Skizzenbuch wird zum Tagebuch

Ihre Ideen entstehen vielfach auf Reisen, erzählt sie im Gespräch mit der Redaktion. Denn ein Skizzenbuch hat sie immer dabei. „Das ist für mich wie ein Tagebuch, in dem ich meine Erinnerungen festhalte. So beschäftige ich mich viel intensiver mit dem Augenblick, als wenn ich nur ein Foto machen würde“, beschreibt sie ihren Weg. „Manchmal ist es auch nur ein Erlebnis, was mir lange im Gedächtnis geblieben ist“, ergänzt sie und verweist auf ein Bild, das drei Frauen zeigt. „Die hatten wir mal als Anhalterinnen mitgenommen“, erinnert sie sich. Weitere Anregungen findet sie in der Natur, zu der sie eine große Verbundenheit empfindet, und im Austausch mit anderen Künstlern.

Kinderbuch herausgegeben

Den findet sie unter anderem im Meppener Kunstverein, in den sie 2008 eingetreten ist. So sind auch die ausgestellten Werke im Laufe der vergangenen zehn Jahre entstanden und entsprechend vielfältig. Die Motive sind dabei fast immer real, haben aber durchaus individuelle Noten. „Ich orientiere mich schon mal an Fotoaufnahmen oder noch eher an Figuren, um Proportionen richtig darzustellen, aber ‚abmalen‘ kommt für mich nicht infrage“, versichert die Meppenerin, die ihre Kunst auch schon bei dem kleinen Kinderbuch „Ein Krokodil fährt Taxi“ angewandt hat. Zwei der Illustrationen aus dieser Kurzgeschichte finden sich ebenfalls in der Ausstellung.

Bilder regen Fantasie an

„Die Bilder sind bereits einigen Besuchern aufgefallen und auf positive Resonanz gestoßen“, berichtet Herbert Krone. Seiner Meinung nach regen sie die Fantasie sehr an. „Man möchte darin versinken“, so Krone abschließend.

Wer neugierig auf die Bilder geworden ist, kann sich an Beratungsstelle unter h.krone@efle-bistum-os.de wenden oder an Melanie Kuipers unter www.malen-zeichnen.de.


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